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Netto Marken-Discount AG & Co. KG

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Rechtsform AG & Co. KG
Gründung 1928
Sitz Maxhütte-Haidhof, Bayern,

DeutschlandDeutschland Deutschland

Leitung Geschäftsführer
  • Manfred Karl
  • Heiko Kordmann
  • Claus Leitl
  • Martin Schnellinger[1]
Mitarbeiterzahl 75.000[2]
Umsatz 11,8 Mrd. Euro[3]
Branche Lebensmitteleinzelhandel
Website www.netto-online.de
Stand: 31. Dezember 2013

Die Netto Marken-Discount AG & Co. KG mit Hauptsitz im bayerischen Maxhütte-Haidhof ist ein Lebensmitteldiscounter und Tochterunternehmen der Edeka Zentrale AG & Co. KG.

Netto Marken-Discount betreibt 2018 etwa 4200 Filialen[2] und ist nach Aldi und Lidl der drittgrößte deutsche Discounter.[4] Die Zahl der Beschäftigten liegt bei knapp 75.000.[2] Aufgrund der Namensgleichheit der Märkte kann Netto Marken-Discount (gelb-rotes Logo – „Netto ohne Hund“) mit der Netto ApS & Co. KG (gelb-schwarzes Logo – „Netto mit Hund“) verwechselt werden. Es sind zwei eigenständige Unternehmen – Edeka, Eigentümer von Netto Marken-Discount, besaß jedoch von 2005 bis 2012 eine Beteiligung von 25 % an der deutschen Tochter der NETTO-Handelskette.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Eine 2007 in Pirna eröffnete Plus-Filiale wurde im Januar 2009 in eine Netto-Marken-Discount-Filiale umgestaltet

Das Unternehmen wurde von Michael Schels 1928 in Regensburg als Lebensmittelgroßhandel gegründet. Im Jahr 1971 wurde die erste eigene Einzelhandelsfiliale unter dem Namen SuDi (SuperDiscount) in Beilngries eröffnet, und es folgten bis 1983 weitere Filialen.

Das Netto-Discountkonzept wurde 1983 entwickelt und in Regensburg durch die erste Netto-Filiale umgesetzt. Die damals bereits bestehenden 50 SuDi-Filialen wurden bis 1990 sodann sukzessiv auf das neue Konzept umgebaut. Zu dieser Zeit eröffneten auch die ersten Märkte in Mittel- und Ostdeutschland, und es wurde eine neue Niederlassung in Guteborn bei Meerane aufgebaut.

Ein neues Logistikzentrum entstand zwischen 1991 und 1992 in Ponholz in der Nähe von Regensburg direkt an der Autobahn 93. In den folgenden Jahren expandierte Netto Marken-Discount weiter; unter anderem durch die Übernahme von 126 ehemaligen PRIMA-Märkten. Weitere Niederlassungen in z. B. Worms, Hodenhagen, Dettingen am Albuch und Thiendorf entstanden. In den folgenden Jahren gingen bundesweit weitere Logistikzentren ans Netz (siehe Struktur).

Im November 2004 wurde Netto von der TIWI Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, einem Tochterunternehmen des Spar-Hauptaktionärs Les Mousquetaires-ITM Entreprises S. A. (Hauptmarke Intermarché), komplett übernommen. Netto wurde schließlich im April 2005 an Edeka verkauft. Die genossenschaftlich organisierte Edeka-Gruppe gehört zu den führenden Lebensmitteleinzelhändlern in Europa und ist Nummer eins in Deutschland.

Im Winter 2006/2007 übernahm Netto nach und nach den Discounter Kondi. Das Warensortiment in noch bestehenden Kondi-Märkten wurde bereits Anfang 2007 auf das Netto-Sortiment umgestellt.

Am 16. November 2007 wurde von Edeka und Tengelmann die Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Plus bekanntgegeben: Die Plus-Filialen sollten nach und nach in Netto-Filialen umgewandelt werden. Das Bundeskartellamt stimmte der Übernahme der Plus-Filialen durch Edeka am 9. Dezember 2008 zu. Edeka musste allerdings 379 Plus-Filialen an die Konkurrenz abtreten.[5] Edeka hält 85 Prozent am Netto Marken-Discount, Tengelmann hat eine stille Beteiligung in Höhe von 15 Prozent.

Seit dem 1. Januar 2009 gehört Plus nun offiziell zum Netto Marken-Discount und damit zur Edeka-Gruppe. Seit Mitte 2010 sind alle 2300 Plus-Märkte in das Netto-Filialnetz integriert worden.

Im Ausbildungsjahr 2011 wurden rund 3000 Ausbildungsplätze angeboten, insgesamt waren Mitte 2011 etwa 6200 Auszubildende bei Netto Marken-Discount beschäftigt. Auch im Ausbildungsjahr 2012 wurden wieder rund 3000 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt; Mitte 2012 arbeiten über 7000 Auszubildende bei Netto Marken-Discount.[6]

 
Das alte Logo von Netto

Seit dem Sommer 2015 kennzeichnet Netto nachhaltige Produkte mit den Schwerpunktthemen Fisch/Meeresfrüchte, Holz/Papier/Tissue, Palmöl, Soja, Klima, Süßwasser sowie Verpackungen mit einem WWF-Logo.[7][8]

Seit 2015 werden die Filialen in Südbayern aus der neugebauten Niederlassung Erharting beliefert.

Im Sommer 2018 zeichnete Netto sich durch ein neues Logo aus. Der typisch gelbe, füllende Rahmen fällt weg.

StrukturBearbeiten

 
Netto-Marken-City-Discount-Filiale in Hamburg-Wandsbek (2018)

Aus dem ursprünglich auf Bayern begrenzten Vertriebsgebiet haben sich seit Anfang der 1990er Jahre Aktivitäten in allen Bundesländern entwickelt.

Durch die Übernahme der Plus-Märkte hat Netto sein Vertriebsgebiet auf ganz Deutschland ausweiten können. Neben der Zentrale und Niederlassung Ponholz gibt es Niederlassungen in Dettingen, Essen, Ganderkesee, Guteborn, Hodenhagen, Worms, Thiendorf, Coswig/Anhalt, Kitzingen, Bad Wünnenberg, Berlin, Bottrop, Hamm, Kerpen, Tuningen, Wörth am Rhein, Krefeld, Erharting, Erfurt und Henstedt-Ulzburg

Kleinere Verkaufsflächen werden als Netto Marken-Discount City betrieben, welche sich in Büro- oder Wohnhäusern befinden und darum keine Aktionsware aus dem Non-Food-Bereich anbieten.

Das Lager in Erfurt ist ein Dienstleister von Netto Marken-Discount und wird separat als N-LOG – Netto Logistik- und Dienstleistungsgesellschaft mbH geführt. Im Sommer 2015 eröffnete Netto sein erstes vollautomatisches Lager in Erharting. Bei Vollauslastung werden bis zu 250 Netto-Marken-Discount-Märkte in Südostbayern beliefert.

WerbesloganBearbeiten

 
f6 Zigarettenfabrik in Dresden mit davor aufgestellten Werbeplakat von Netto mit Slogan - "Dann geh doch zu Netto!"

Der Slogan von Netto ist (Stand 2019) - "Dann geh doch zu Netto!"

KritikBearbeiten

Das Unternehmen gerät seit der Plus-Übernahme immer wieder wegen des Betriebsklimas und Führungsstils in die Kritik. So warfen beispielsweise Mitarbeiter (einschließlich Führungskräfte) und Vertreter der Gewerkschaft ver.di dem Unternehmen vor, Mitarbeiter massiv unter Druck zu setzen. Das Unternehmen widersprach sämtlichen Vorwürfen.[9]

Nachdem das Unternehmen wiederholt wegen Lohndumpings und Unterschreitung der Tariflöhne öffentlich kritisiert worden war, kündigte es im April 2011 einen Mindestlohn für Aushilfen von 7,50 € pro Stunde zuzüglich tariflicher Leistungen an.[10]

Im Jahr 2014 zahlte Netto 7,5 Millionen Euro Strafe für Schein-Werkverträge. Werkarbeiter wurden jahrelang wie Festangestellte eingesetzt, aber nicht so bezahlt.

Beim Supermarktranking von Greenpeace belegte Netto im Jahr 2011 bei 15 getesteten Supermärkten den letzten Platz bei der Umsetzung der Einkaufspolitik für Fischprodukte.[11]

SonstigesBearbeiten

Seit Oktober 2015 ist Netto Marken-Discount Partner der DeutschlandCard.[12] Die Bezahlung per App ist auch möglich.[13] Der Partner für die Zahlungsabwicklung war bis Mitte 2017 postpay und wurde auf paymorrow umgestellt. Im Dezember 2018 wurde PayPal in die Netto-App integriert.[14]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Netto Marken-Discount – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.netto-online.de/Impressum.chtm
  2. a b c Unternehmensgeschichte. Netto Marken-Discount AG & Co. KG, abgerufen am 27. August 2018.
  3. Zahlen aus dem Konzernabschluss 2013 der Edeka Zentrale AG & Co. KG im eBundesanzeiger, abgerufen am 4. Juni 2015.
  4. Florian Erbach: Ranking der Lebensmittel-Discounter. Die Top 10 der Discounter in Deutschland. www.kaufda.de, 17. April 2018, abgerufen am 27. August 2018.
  5. Spiegel Online: Kartellamt will Plus-Übernahme durch Edeka genehmigen
  6. Netto Marken-Discount AG & Co KG: Ausbildungsoffensive bei Netto Marken-Discount (Memento des Originals vom 21. Dezember 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.netto-online.de Pressemitteilung vom 2. Mai 2011, abgerufen am 26. Dezember 2011
  7. Netto Marken-Discount und WWF sind Partner für Nachhaltigkeit wwf.de
  8. Nachhaltiger Fischfang. Spezialitäten aus bestandserhaltender und umweltschonender Fischerei netto-online.de
  9. WirtschaftsWoche: Billigriese Netto lehrt die Discounter das Fürchten
  10. Netto Marken-Discount AG & Co KG: Netto Marken-Discount setzt auf Mindestlohn für Aushilfen@1@2Vorlage:Toter Link/www.netto-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Pressemitteilung vom 1. April 2011, abgerufen am 26. Dezember 2011
  11. Greenpeace.de [1]
  12. Netto Marken-Discount wird neuer Premium Partner. Pressemitteilung DeutschlandCard, 7. Oktober 2015, abgerufen am 5. November 2015.
  13. Einen Haken hat die Netto-App. In: Die Welt, 18. Juni 2013.
  14. Konstantinos Mitsis: Netto setzt einer ganzen Branche die Brille auf: Discounter bringt Online-Funktion in die Filialen. In: chip.de. Abgerufen am 3. Dezember 2018.