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Morphologische Klassifizierung von Galaxien

Die morphologische Klassifizierung von Galaxien ist ein von Astronomen genutztes System, um Galaxien aufgrund ihres visuellen Erscheinungsbildes in Gruppen einzuteilen. Hierfür werden unterschiedliche Verfahren genutzt, das bekannteste hiervon stellt die Hubble-Sequenz dar.

Genutzte VerfahrenBearbeiten

  • Hubble-Sequenz: Ein 1926 von Edwin Hubble eingeführtes System. Umgangssprachlich wird es wegen seiner traditionellen Darstellungsform häufig "Hubble tuning fork" (englisch für "Hubble-Stimmgabel") genannt. Es unterteilt Galaxien aufgrund ihres Aussehens in drei Klassen ein (elliptische Galaxien, Spiralgalaxien und linsenförmige Galaxien).[2]
  • De-Vaucouleurs-System: Ein häufig als Erweiterung der Hubble-Sequenz genutztes System. Eingeführt im Jahr 1959 von Gérard-Henri de Vancouleurs beschreibt es die Galaxien nach Eigenschaften der Spiralarme, sowie dem Vorhandensein von Ringen und balkenförmigen Kernen.[3]
  • Yerkes/Morgan-System: Zusammen mit Philip Keenan entwickelte William Wilson Morgan das MK-System, welches zur Klassifizierung von Sternen über ihr Lichtspektrum genutzt wird.[4] Das Yerkes-Schema überträgt dies auf die Spektren aller Sterne einer Galaxie. Als weitere Kriterien zur Einordnung werden die reale und sichtbare Form und die zentrale Sternendichte einer Galaxie genutzt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. information@eso.org: A remarkable galactic hybrid. Abgerufen am 5. Mai 2017 (britisches Englisch).
  2. Klassifikation von Galaxien: die Hubble-Sequenz. Abgerufen am 6. Mai 2017.
  3. galaxy - Types of galaxies | astronomy. In: Encyclopedia Britannica. (britannica.com [abgerufen am 5. Mai 2017]).
  4. The Morgan–Keenan System | StarParty.com. Abgerufen am 5. Mai 2017 (britisches Englisch).