Morningstar (Unternehmen)

US-amerikanisches Finanzdienstleistungsunternehmen

Morningstar Inc. ist ein an der NASDAQ notiertes Finanzinformations- und Analyseunternehmen. Es wurde 1984 von Joe Mansueto in Chicago gegründet. Es bietet über seinen Internetauftritt die Daten von ca. 500.000 Aktien, Investmentfonds und anderen Wertpapieren an.[3] Weiterhin werden in Echtzeit Preise für ca. 4 Mio. Aktien, Anleihen, Indizes, Futures, Optionen, Rohstoffe, Edelmetalle, Staatsanleihen sowie Währungskurse verfügbar gehalten.

Morningstar Inc.

Logo
Rechtsform Corporation
ISIN US6177001095
Gründung 1984
Sitz Chicago, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Kunal Kapoor (CEO)[1]
Mitarbeiterzahl 4.920[2]
Umsatz 911,70 Mio. US-Dollar[2]
Branche Dienstleistungen
Website www.morningstar.com
Stand: 31. Dezember 2017

Über Tochtergesellschaften werden außerdem Vermögensplanungs- und Anlageberatungsdienste angeboten. Seit dem 10. Juni 2011 firmiert die 2010 durch Morningstar Inc. erworbene Ratingagentur Realpoint LLC unter dem Namen Morningstar Credit Ratings.

GeschichteBearbeiten

1984 gründete Joe Mansueto die Mutual Fund Sourcebook Inc., die eine quartalsweise aktualisierte Untersuchung zu 400 US-Investmentfonds publizierte. Der Umsatz von Mutual Fund Sourcebook Inc. im ersten Jahr belief sich auf ca. 100.000 US-$; dies entspricht etwa 3.000 verkauften Exemplaren der gedruckten Fonds-Untersuchung. Nach Einführung der 5-Sterne-Bewertung für Investmentfonds im Jahr 1985 verdoppelte sich der Umsatz auf ca. 200.000 US-$.[4][5]

1986 wurde der Unternehmensname in Morningstar Inc. geändert.

Morningstar Inc. führte in den 1990er Jahren neue Angebote im Bereich Finanzanalysen ein und erweiterte das Untersuchungsspektrum auf ca. 1.700 untersuchte Investmentfonds.

1998 wurde in einem Joint Venture mit der Softbank Corp. in Tokio unter dem Namen Morningstar Japan KK die erste Auslandsniederlassung gegründet. Ebenfalls 1998 wurde die Researchtätigkeit auf Aktien erweitert, und unter dem Titel Morningstar StockInvestor erschien ein kostenpflichtiger Investment-Newsletter.

1999 übernahm die Softbank Corp. in Form einer 91-Millionen-Dollar-Investition insgesamt 20 Prozent der Unternehmensanteile an Morningstar. In der Folge expandierte Morningstar nach Kanada, Neuseeland und Australien.

Ab 2000 wurde die internationale Ausrichtung mit der Gründung von Morningstar Asia, Morningstar Europe und Morningstar Korea weiter ausgebaut.

Im Jahr 2001 wurde das auf Fundamentalanalyse basierende Morningstar-Rating für Aktien eingeführt.

In 2002 überstieg der Jahresumsatz von Morningstar erstmals 100 Millionen US-$. In 2005 überstieg der Jahresumsatz von Morningstar erstmals 200 Millionen US-$.

Durch internationale Übernahmen und Beteiligungen konnte der Jahresumsatz bis zum Jahr 2008 auf mehr als 500 Millionen US-$ gesteigert werden. Mit der Einführung von qualitativen Finanzanalysen und Rating für europäische und asiatische Investmentfonds wurden die Morningstar-Aktivitäten im europäischen und asiatischen Raum deutlich ausgeweitet.

Im Jahr 2017 lag der Jahresumsatz bei mehr als 900 Millionen US-$. Das Ergebnis vor Steuern lag 2017 bei ca. 180 Millionen US-$. Der Aktienkurs lag am 31. Dezember 2017 bei 80,70 Euro / 98,50 US-$.[2]

Im Mai 2019 wurde bekannt, dass Morningstar die kanadische Ratingagentur DBRS für einen Betrag von umgerechnet 670 Millionen Euro übernehmen wird.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aktueller Vorstand von Morningstar Inc. auf www.morningstar.com, abgerufen am 25. April 2018
  2. a b c Unternehmenskennzahlen von Morningstar Inc. auf www.finanzen.net, abgerufen am 25. April 2018
  3. Morningstar, Inc. Reports Fourth-Quarter, Full-Year 2017 Financial Results. Morningstar, Inc., abgerufen am 25. April 2018.
  4. Unternehmensgeschichte nach eigenen Angaben von Morningstar Inc. auf corporate.morningstar.com, abgerufen am 25. April 2018
  5. Unternehmensprofil und Unternehmensgeschichte auf referenceforbusiness.com, dort auch Hinweise auf weitere Quellen, abgerufen am 25. April 2018
  6. Morningstar übernimmt die Ratingagentur DBRS für 670 Millionen Euro auf handelsblatt.com, abgerufen am 30. Mai 2019