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Merzalbe
auch Merzalb; Oberlauf: Mühlgraben
Ritterstein 231 am Ort der untergegangenen Karlsmühle

Ritterstein 231 am Ort der untergegangenen Karlsmühle

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2642644
Lage Deutschland
Rheinland-Pfalz
Landkreis Südwestpfalz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rodalb → Schwarzbach → Blies → Saar → Mosel → Rhein → Nordsee
Quelle östlich von Leimen im Christelbrunnen
49° 16′ 43″ N, 7° 49′ 0″ O
Quellhöhe etwa 488 m ü. NHN[1]
Mündung bei Münchweiler von rechts in die RodalbKoordinaten: 49° 14′ 4″ N, 7° 41′ 30″ O
49° 14′ 4″ N, 7° 41′ 30″ O
Mündungshöhe etwa 264 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied etwa 224 m
Sohlgefälle etwa 18 ‰
Länge 12,2 km[2]
Einzugsgebiet 28,719 km²[2]
Linke Nebenflüsse Hertelsbach
Rechte Nebenflüsse Wählbach, Solchenbach
Gemeinden Leimen, Merzalben, Münchweiler

Die Merzalbe, auch Merzalb genannt, ist ein gut 12 km langer Bach im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz) und ein rechter Nebenfluss der Rodalb. Im Oberlauf heißt der Bach auch Mühlgraben.

NameBearbeiten

Der Name „Merzalbe“ bedeutet „Bach des Mericho“ und wird auf einen fränkischen Siedler zurückgeführt, der sich bereits lange vor der 1237 erfolgten ersten urkundlichen Erwähnung des gleichnamigen Ortes am Bach niedergelassen haben muss. In der Urkunde bekam Graf Friedrich III. von Leiningen das „Castrum Grebinstein“ mit den Dörfern „Merichisalbin“, „Rothalbin“ und „Eiswilre“ zugesprochen.

VerlaufBearbeiten

Die Merzalbe entspringt inmitten des Pfälzerwalds im zentralen Gebirgsteil Frankenweide westlich der Pfälzischen Hauptwasserscheide auf der Verbindungslinie zwischen dem Weißenberg und dem Eschkopf in knapp 500 m Höhe. Die Quelle ist im Christelbrunnen gefasst. Auf ihrem Weg nach Südwesten fließt die Merzalbe durch das Tal unterhalb der Ortsgemeinde Leimen und dann durch Merzalben. Nach 12 km Lauf mündet sie beim Riegelbrunnerhof, einem zu Münchweiler gehörenden Weiler, von rechts in die Rodalb. Über Schwarzbach, Blies, Saar und Mosel gelangt das Wasser der Merzalbe schließlich in den Rhein.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die 80 mal 60 Meter große Burg Gräfenstein über dem Merzalbtal gilt als eine der am besten erhaltenen und eindrucksvollsten Burgen, welche die Staufer in der Pfalz errichtet haben. Ihr siebeneckiger Bergfried ist wegen dieser Grundform einzigartig.
  • Parallel zum Merzalbtal verläuft durch Merzalben und Leimen die Deutsche Schuhstraße, die Teil der Deutsch-Französischen Touristikroute ist.
  • Am Standort der untergegangenen Karlsmühle unterhalb von Leimen steht am rechten Ufer der Merzalbe der Ritterstein Nr. 231.
  • Von den denkmalgeschützten Gebäuden in Merzalben verdient ein stattlicher Krüppelwalmdachbau, das alte Forsthaus über dem linken Ufer der Merzalbe, besondere Erwähnung.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Topographische Karte 1:25.000
  2. a b GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)