Martin Oberhauser

österreichischer Sänger, Schauspieler und Kabarettist

Martin Oberhauser (* 15. November 1970 in Wien) ist ein österreichischer Sänger, Schauspieler und Kabarettist.

Martin Oberhauser (2010)

LebenBearbeiten

Martin Oberhauser wuchs in Stadlau, am Stadtrand von Wien auf. Nach seinem Abschluss in der Fachrichtung Maschinenbau 1991 am Technologisches Gewerbemuseum, folgte ein Publizistik- und Politologie-Studium an der Universität Wien. Als Student arbeitete er nebenbei in den unterschiedlichsten Jobs. So war er u. a. Bademeister, Sägewerksmonteur, Busfahrer, Apothekentestkäufer, Schneeschaufler, Technischer Zeichner oder verpackte in einer Bäckerei Dosenbrot fürs Bundesheer.

Während dieser Zeit bemerkte er sein Interesse für das „Menschendarstellen“. Er nahm Schauspielstunden und spielte neben Mischa Fernbach und Christoph Fälbl seine erste Rolle: Eine Leiche (Mödling, Regie: Erika Mottl). Es blieb vorerst bei diesem einmaligen Ausflug in die Theaterwelt. Nach der Scheidung seiner ersten Ehe brach er auch das Publizistikstudium ab und arbeitete die darauffolgenden Jahre als Techniker. Als „Spätberufener“ nahm er dann ab dem Jahr 2001 wieder privaten Schauspiel- und Gesangsunterricht – u. a. bei Adi Straßmayr, Karl Wozek und Erhard Pauer und absolvierte 2003 die Bühnenreifeprüfung der Paritätischen Kommission.

2002 spielte er seine erste Hauptrolle in „Einer flog über das Kuckucksnest“ am Theater des Augenblicks (TdA) in Wien. Im selben Jahr begann er, sich einerseits mit Improvisationstheater zu beschäftigen und andererseits eigene Stücke zu entwickeln. So schrieb und produzierte er gemeinsam mit Eberhard Wagner sein erstes Kabarettprogramm „Zwei Seelen – Eine Welt“. Seit dieser Zeit schreibt er auch Lieder und Songtexte.

In den folgenden Jahren spielte er in zahlreichen Produktionen der freien Theaterszene, sowie u. a. im Theater in der Josefstadt, Wiener Metropol, Stockerau Festspiele, Stadttheater Wien, MQ Wien, Bühne im Hof, Akzent Wien und Stadttheater Berndorf.

Seit 2009 widmet er sich zusätzlich auch vermehrt TV- und Kinoproduktionen. So hatte er 2010 seine erste Serienhauptrolle in „Eine Couch für alle“ unter der Regie von Reinhard Schwabenitzky. Des Weiteren spielte er bislang im Fernsehen u. a. in „Schnell ermittelt“, „Tatort“, „Oben ohne“, „Das Glück dieser Erde“, „Willkommen in Wien“, „Der Kardinal“, „SOKO Donau“ und zuletzt in Paul Harathers „Schlawiner II“ mit. Im Kino war er u. a. in „Furcht und Zittern“, „Anfang 80“ und in Karl MarkovicsAtmen“ zu sehen.

Seit 2011 produziert und spielt er gemeinsam mit Nina Blum die Kabarettprogramme „Sex & Reden“, „Schlaflose Nächte“ und „Jetzt oder nie“ (Premiere 2018). Im April 2014 feierte er mit seinem ersten Solokabarett „MY FALL – Die Welt ist ein Kabarett“ Premiere.[1] 2012 war er ORF im Rahmen der Hyundai Kabarett-Tage zu sehen.

Martin Oberhauser hat einen Sohn und eine Tochter.

TheaterBearbeiten

  • 2000: Hamlet (TdA, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2000: Hamletmaschine (Kabelwerk, Wien); Regie: Hubsi Kramar
  • 2001: Ödipus in der Kaserne (Kabelwerk, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2001: Nestroys Baldachin (Arena, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2001: Umerziehung – Ein kurzer Prozess (Visionale, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2002: (K) Einer flog über das Kuckucksnest (TdA, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2003: Die Unterrichtsstunde (Theaterbrett, Wien); Regie: Frank Röpke
  • 2003: Theatersport (Bühne im Hof, St. Pölten); Regie & Leitung: Erhard Pauer
  • 2004: Das große Fressen (WUK, Wien); Regie: Michael Schubert
  • 2004: Die heilige Johanna (Kabelwerk, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2005: Antigone (HB, Wien); Regie: Erhard Pauer
  • 2005: Mirandolina (Theatersommer Weitra); Regie: Marius Schiener
  • 2005: Auf hoher See & Noch einen letzten (Pygmalion, Wien); Regie: M. Stankovsky und K. Raubal
  • 2006: Amsterdam (MQ, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2006: Moni… (Niedermair, Wien); Regie: Michaela Obertscheider
  • 2006: Ein Duft von Blumen (Volksliedwerk, Wien); Regie: Erhard Pauer
  • 2006: Liebestoll (Ateliertheater, Wien); Regie: Franz Becke
  • 2007: Fatima (WUK, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2007: Kasimir und Karolina (Stadttheater Wien); Erhard Pauer
  • 2007: Joe & Julie (Metropol, Wien); Regie: Erhard Pauer
  • 2007: Blut (Schikaneder, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2008: Die Unbekannte aus der Seine (Moulin Rouge, Wien); Regie: Erhard Pauer
  • 2008: Afrika im Keller (Dschungel, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2009: Die Judith von Shimoda (Theater in der Josefstadt); Regie: Heribert Sasse[2]
  • 2009: Ein Kind unserer Zeit (TAG, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2009: Märchenkarussell (Märchensommer, Poysbrunn); Regie: Nina Blum
  • 2009: Der lebende Adventkalender (Dschungel, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2010: Victor / Victoria (OA Festival Stockerau); Regie: Gabriel Barylli
  • 2011: Sucht Quartier: (Kabelwerk, Wien); Regie: Karl Wozek
  • 2011: Anamey (Märchensommer Poysbrunn); Regie: Nina Blum
  • 2012: Keinohrhasen (Stadttheater Berndorf u. a.); Regie: Claudia Jüptner-Jonstorff
  • 2013: Malanda (Märchensommer Poysbrunn); Regie: Nina Blum

KabarettBearbeiten

  • 2002: Zwei Seelen – Eine Welt (L.E.O. u. a.), mit Eberhard Wagner
  • 2002: Oh wie wohl ist mir frivol (Mödling u. a.), mit Ingrid Siebenhütter
  • 2004: Zwei Seelen – K eine Welt (TCF, Wien u. a.), mit Eberhard Wagner
  • 2011: Sex & Reden[3], (Wiener Metropol u. a.), mit Nina Blum; Regie: Marcus Ganser[4]
  • 2012: Himmel, Hölle, Haider (Akzent Wien u. a.), mit Alfons Haider; Regie: Marcus Ganser[5]
  • 2014: Schlaflose Nächte[6] (Orpheum Wien u. a.), mit Nina Blum; Regie: Marcus Ganser
  • 2014: MyFall (Metropoldi im Wiener Metropol u. a.), Solokabarett; Regie: Sascha O. Bauer[7]
  • 2018: Jetzt oder nie, mit Nina Blum

FernsehenBearbeiten

FilmBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Markus Freiler: Rezension@1@2Vorlage:Toter Link/www.diekleinkunst.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in: DieKleinkunst, 4. April 2014
  2. Die Judith von Shimoda
  3. [1]
  4. Sex & Reden, bei tv.orf.at
  5. Rezension im Kurier, 4. November 2012
  6. [2]
  7. Ankündigung im Wiener Metropol
  8. Schlawiner fernsehserien.de