Marcus Uhlig

deutscher Fußballfunktionär

Marcus Uhlig (* 22. Februar 1971 in Kamp-Lintfort) ist ein deutscher Fußballfunktionär.

WerdegangBearbeiten

Marcus Uhlig war als Fußballspieler aktiv für den TuS Rheinberg 08, den SV Millingen sowie in der Landesliga für den MSV Moers. Als Jugendlicher war er Anhänger von Rot-Weiss Essen. Ein Wechsel zu Rot-Weiss war im Gespräch, wurde von Uhligs Eltern jedoch abgelehnt. Nachdem er 1990 am Amplonius-Gymnasium in Rheinberg das Abitur bestanden hatte[1] zog Uhlig nach Bielefeld, um an der dortigen Universität ein Jurastudium aufzunehmen. Zusammen mit dem Journalisten Jens Kirschneck gründete Uhlig Anfang 2000 das Medienburo 24/7. Ein Jahr später gründete Uhlig das regionale Fußballmagazin football.owl für die Region Ostwestfalen-Lippe. Ab 2003 arbeitete das Medienburo als Dienstleister für Arminia Bielefeld und erstellte zunächst die Stadionzeitung Halbvier und später auch die Homepage des Vereins. Außerdem war das Büro auch für eine Imagekampagne verantwortlich, mit der die Arminia ihre Mitgliederzahl deutlich steigern konnte. Zum hundertjährigen Vereinsjubiläum schrieb Uhlig zusammen mit seinen Partnern Jens Kirschneck, Olaf Bentkamper, Volker Backes und Julien Lecoeuer das Buch 100 Jahre Leidenschaft.[2]

Später wurde Uhlig zum Pressesprecher des Vereins ernannt und übernahm im Sommer 2011 auf Vorschlag des damaligen Geschäftsführers Ralf Schnitzmeier auch das Amt des Teammanagers. Im September 2011 wurde Schnitzmeier entlassen und Uhlig übernahm zunächst interimsweise den Posten des Geschäftsführers, den er später ganz übernahm. Im Juli 2015 beendete Uhlig seine Tätigkeit als Geschäftsführer auf eigenen Wunsch. Nach eigener Aussage betrieb er von den 47 Monaten seiner Amtszeit gefühlte 45 Monate Krisenmanagement, was bei ihm auch zu gesundheitlichen Problemen bis hin zum Erschöpfungssyndrom führte. Sein Nachfolger wurde Gerrit Meinke.[3] Anschließend übernahm Uhlig am 1. Oktober 2015 das Bielefelder Sportgeschäft Strafraum, dass bereits nach sieben Monaten Insolvenz anmelden musste.[4] Anschließend übernahm er temporäre Beratungsmandate auf ehrenamtlicher Basis für den Regionalligisten Wuppertaler SV[5], den VfR Wellensiek sowie für das Integrationsprojekt Bielefeld United. Seit dem 1. November 2017 ist er als Vorstand des Regionalligisten Rot-Weiss Essen wieder hauptamtlich im Fußball tätig.

Marcus Uhlig ist verheiratet und hat einen Sohn. Sein Vater Guntram Uhlig ist Unternehmer und war von 2003 bis 2005 Vizepräsident des FC St. Pauli. Im Sommer 2017 gehörte er zu den Mitbegründern des Sentana Freundeskreis, der sich um den Tierschutz kümmert.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jürgen Schroer: Ein Rheinberger auf der Bielefelder Alm. FuPa, abgerufen am 23. Oktober 2017.
  2. Michael König, Philipp Kreutzer: 111 Gründe, Arminia Bielefeld zu lieben - Eine Liebeserklärung an den großartigsten Fußballverein der Welt. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2014, ISBN 978-3-86265-415-4, S. 257–264.
  3. Uwe Kleinschmidt: Geschäftsführer Marcus Uhlig verlässt Arminia zum Monatsende. Neue Westfälische, abgerufen am 23. Oktober 2017.
  4. Andrea Rolfes: Laden von Ex-Arminia-Geschäftsführer Uhlig insolvent. Neue Westfälische, abgerufen am 23. Oktober 2017.
  5. Jörn Koldehoff: Der WSV und das Jahr 2020. FuPa, abgerufen am 23. Oktober 2017.
  6. Marcus Uhlig: “Leben wird immer oberflächlicher und anonymer”. Sentana Freundeskreis, abgerufen am 23. Oktober 2017.

WeblinksBearbeiten