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Mörder GmbH ist ein britischer Spielfilm mit Oliver Reed und Diana Rigg in den Hauptrollen, der am 25. April 1969 in der Bundesrepublik Deutschland Premiere feierte. Regie führte Basil Dearden. Er basiert auf dem unvollendeten Roman Das Mordbüro (Originaltitel: The Assassination Bureau Ltd.) von Jack London, vollendet von Robert L. Fish.

Filmdaten
Deutscher TitelMörder GmbH
OriginaltitelThe Assassination Bureau
ProduktionslandGroßbritannien
OriginalspracheEnglisch, Französisch, Italienisch
Erscheinungsjahr1969
Länge110 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieBasil Dearden
DrehbuchMichael Relph
Wolf Mankowitz
ProduktionMichael Relph
MusikRon Grainer
KameraGeoffrey Unsworth
SchnittTeddy Darvas
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Europa um 1900. – Die aufstrebende Journalistin Sonya Winter findet heraus, dass es sich bei dem Zeitungsinserat „Mesopotamien“ um eine Kontaktanzeige handelt, mit der eine Organisation Morde gegen Bezahlung anbietet. Als sie verschiedene Fälle dem Zeitungsverleger Bostwick präsentiert und ihm zu verstehen gibt, dass sie selbst die letzte Anzeige für einen Auftrag geschaltet habe, ist er, zu ihrer Überraschung, für eine Zusammenarbeit bereit. Sie nimmt Kontakt auf und lernt den jungen Iwan Dragomiloff, den Vorsitzenden der Mörder GmbH, kennen. Als sie ihre Zielperson, ihn selbst, als Opfer in Auftrag gibt, nutzt er die Gelegenheit seine Firma auf die Probe zu stellen und nimmt den Auftrag für 20.000 Pfund an. Bei der Versammlung seiner GmbH fordert Dragomiloff die Gesellschafter seiner Büros zum tödlichen Duell heraus. Lord Bostwick, der auch Mitglied und Vizevorsitzender der GmbH ist, spendet 10.000 Pfund zusätzlich, um seine Kollegen anzuspornen.

Iwan begibt sich, als alter Mann verkleidet, zunächst nach Paris, wobei Miss Winter ihm in ein Bordell von Gesellschafter Lucoville folgt. Als Lucoville ihn enttarnt, kommt es zu einer Verfolgungsjagd, bei der Lucoville durch eine Explosion getötet wird. Miss Winter fährt mit Iwan nach kurzer Haft in die Schweiz, wo sie Gesellschafter Weiß mit einer Taschenbombe erledigen. Sein rumänischer Gesellschafter Popescu versucht ihn schon im Speisewagen umzubringen und scheitert. Weiter geht es nach Wien, wo sich Iwan sicher fühlt, weil er dort kein Büro hat. Dafür versucht aber der deutsche General von Pinck sein Glück und versucht beiden eine Wurstbombe in einem Lokal unterzuschieben, die leider den Erzherzog von Ruthenien tötet.

Der Tod des Monarchen löst eine Krise aus. Dragomiloff versucht seinen Gesellschafter Spado in Venedig auf seine Seite zu ziehen und das Duell zu beenden, doch dieser wird bereits von seiner Frau vergiftet. Als Iwan bei ihr eintrifft, entgeht er durch ein geschicktes Manöver einem weiteren Giftanschlag Spados Frau und nimmt den Platz ihres Gondolieres ein. Bostwick, Pinck und Muntzoff treffen in Venedig ein, um sich seiner Leiche zu vergewissern. Bostwicks plant eine neue Mörder GmbH auf die Beine zu stellen. Er gibt seine Tarnung gegenüber Miss Winter auf und befiehlt Muntzoff sie zu töten. Iwan verhindert dies und schmuggelt sich in den Sarg. Miss Winter und Iwan entkommen mit der Bestattergondel.

Iwan und Miss Winter haben herausgefunden, dass Bostwick die Friedensverhandlungen mit einem Attentat zunichtemachen will. Lord Bostwick ist die Macht zu Kopf gestiegen und will mit der Hilfe General von Pincks per Zeppelin eine Bombe auf die Herrscher Europas, die sich in einem Schloss bei Linz treffen, werfen. Iwan schmuggelt sich als Kapitän in den Zeppelin, sabotiert ihn und bringt sich mit einem Ballon in Sicherheit, bevor der Zeppelin mit Bostwick an Bord explodiert. Er landet im Schloss und wird für seine Tapferkeit ausgezeichnet, als Miss Winter als Nonne verkleidet dort eintrifft.

Deutsche FassungBearbeiten

In der deutschen Synchronfassung wurden, wie es in den 1940ern bis 1970ern üblich war, eingeblendete Schriftstücke und Zeitungsartikel durch deutsche ersetzt. Seit den 1970ern ist es eher üblich Untertitel oder einen Offscreen-Sprecher zur Erläuterung der im Original nicht deutschsprachigen Filmelemente einzusetzen.

KritikenBearbeiten

„Prominent besetzte Gaunerkomödie von typisch englischem Humor, die eine vergnügliche Persiflage auf die üblichen Kriminalfilme bietet.“

„Parodistisch überzogene und zumeist amüsant alberne englische Kriminalgroteske.“

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mörder GmbH. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 203/1969