Hauptmenü öffnen

Koordinaten: 26° 28′ S, 31° 12′ O

Karte: Swasiland
marker
Lobamba
Magnify-clip.png
Swasiland
Das Parlamentsgebäude in Lobamba

Lobamba ist ein Ort im Westen Swasilands. Es ist die traditionelle Hauptstadt und Sitz des nationalen Parlaments, Libandla. Die Einwohnerzahl beträgt rund 5.800. Das Inkhundla heißt ebenfalls Lobamba.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Lobamba liegt in der Talsenke des Ezulwini auf etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel. Das Gebiet ist relativ flach; nach Osten hin liegen die über 1200 Meter hohe Mdimba-Berge. Lobamba liegt 16 Kilometer südlich der Hauptstadt Mbabane in der Region Manzini.

In Lobamba befinden sich das Königliches Dorf Ludzidzini mit dem Lozitha-Palast,[1] das nationale Parlament, das National Museum sowie ein Museum, das dem langjährigen König Sobhuza II. gewidmet ist. Am Ort befindet sich auch die Residenz der Königinmutter, die als stellvertretendes Staatsoberhaupt gilt; seit 1983 ist dies Ntombi.

Die beiden wichtigsten nationalen Feste finden jährlich in Lobamba oder seiner Umgebung statt: das iNcwala-Fest („Fest der ersten Frucht“) und Umhlanga („Schilftanz“).

GeschichteBearbeiten

Lobamba (auch Lobamba I)[2] war ein Ort im Süden Swasilands, an dem König Sobhuza I. jährlich die Zeremonie des iNcwala-Tanzes abhielt, bevor er den Sitz der königlichen Familie in das heutige Lobamba (Lobamba II) verlegte. König Mswati II. und seine Nachfolger hielten die Zeremonie ebenfalls im heutigen Lobamba bzw. in der näheren Umgebung ab. Dabei wurde jedem König eine bestimmte Stelle zugewiesen.[2] Auch der gegenwärtige König Mswati III. begeht iNcwala und Umhlanga in Lobamba.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Lobamba ist neben den repräsentativen Funktionen auf Tourismus ausgerichtet. Im Ort gibt es mehrere Hotels und eine Jugendherberge.

Der Ort liegt an der Hauptstraße MR3, die mit Mbabane und Manzini die beiden größten Städte des Landes verbindet.

In Lobamba gibt es eine High School.

InkhundlaBearbeiten

Das Inkhundla umfasst 112 km² und hatte 2007 25.968 Einwohner.[3][4] Es gliedert sich in die „Häuptlingsbezirke“ (Imiphakatsi) Elangeni, Ezabeni, Ezulwini, Lobamba und Nkanini.

EinzelnachweiseBearbeiten