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Langprodukte oder Langerzeugnisse sind Metall-Halbzeuge und Legierungen, die durch Walzen, Ziehen oder Schmieden mit in der Länge gleichbleibendem Querschnitt hergestellt werden und die nicht zu den Flacherzeugnissen zählen, da ihre Länge sehr viel größer ist als ihre Dicke und Breite.

Lt. DIN EN 10079 sind die Begriffe für Stahlerzeugnisse bestimmt. So sind die wesentlichen Oberbegriffe Flach- und Langerzeugnisse bzw. -produkte.[1]

Man unterscheidet folgende Langprodukte:[2][3]

  • In Bunden aufgewickelte Langprodukte wie gezogener[4] Draht oder Walzdraht (ab etwa 5,5 mm Durchmesser)
  • Warmgeformte Stäbe (Stabstahl)
  • Geschmiedete Stäbe (Stabeisen)
  • Hohlbohrstäbe
  • Blankstahl[4]
  • Gerippter und profilierter Beton- oder Spannstahl, auch gerippt, mit vorwiegend rundem Querschnitt[4]
  • Warmgewalzte Profile oder Formstahl sind Erzeugnisse mit definiertem Querschnitt. Sie werden als Stange versandt.
    • Schienen als spezielle Art des Formstahls. Sie werden in Längen bis 120 m hergestellt.
    • Spundwände sind speziell geformte Langprodukte, die zum Befestigen im Tiefbau benötigt werden.
  • Geschweißte Profile (z. B. Hohlkastenträger)
  • Kaltprofile
  • gewalzte oder geschweißte Rohre und Hohlprofile[4]
  • Andere Erzeugnisse (Freiform-, Gesenkschmiede-, Gußstücke und pulvermetallurgische Erzeugnisse wie Ringe, Radreifen oder Scheiben[4])

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Klein: Einführung in die DIN-Normen. Beuth Verl., Berlin/Wien/Zürich 2001, ISBN 978-3-322-92720-0, S. 411.
  2. Manfred Weck, Christian Brecher; Werkzeugmaschinen I. Maschinenarten und Anwendungsbereiche., Springer-Verl., Berlin/Heidelberg 2011, ISBN 978-3-540-28085-9, S. 96.
  3. Stahllexikon, In: Pfetten.com; abgerufen im September 2019
  4. a b c d e Erzeugnisformen nach Din EN 10079.