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Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

geowissenschaftliche und bergbauliche Behörde des Landes Baden-Württemberg
Hauptgebäude des LGRB

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) ist die zentrale geowissenschaftliche und bergbauliche Behörde (Bergbehörde) des Landes Baden-Württemberg.

1832 wurde der badische Ministerialbeamte und Verwaltungsjurist Wilhelm Ludwig Dietz im Zuge einer Reorganisation des Forstwesens im Großherzogtum Baden zum Direktor der neu geschaffenen Landesbehörde Vereinigten Forsten und Bergwerke berufen, die die zahlreichen Bergwerke in Schwarzwald und Odenwald wie auch die badische Oberforstdirektion, die in diesem Schritt zu einer Mittelbehörde wurde, beaufsichtigte.[1] Nachfolger nach seinem Tod 1837 wurde der Ministerialbeamte Gustav Adolph von Rutschmann. Im Jahre 1888 wurde Harry Rosenbusch zum Direktor der Großherzoglichen Badischen Geologischen Landesanstalt ernannt. Als erste Landesgeologen berief er Adolf Sauer (1852–1932) und Ferdinand Schalch. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren Carl Schnarrenberger und Walter Hasemann Direktoren.

Das LGRB wurde im Juli 1998 durch Zusammenlegung der Landesoberbehörden Geologisches Landesamt (GLA) mit dem Landesbergamt (LBA) gebildet. Seit Inkrafttreten der baden-württembergischen Verwaltungsreform zum 1. Januar 2005 ist das LGRB eine Abteilung im Regierungspräsidium Freiburg. Als Abteilung 9 nimmt es eine Sonderstellung ein und ist neben dem Regierungsbezirk Freiburg auch für die Regierungsbezirke Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen zuständig.

Das Landesamt erhebt, dokumentiert, verarbeitet und bewertet Daten über den geologischen Untergrund Baden-Württembergs einschließlich des Grundwassers und der mineralischen Rohstoffe. Die Informationen werden Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgern zur Verfügung gestellt.

Das Amt hat seinen Sitz in Freiburg im Breisgau in drei Gebäuden. Neben dem Hauptgebäude sind weitere Bereiche in einem 1896 als Mannschaftsgebäude der Erbgroßherzog-Friedrich-Kaserne errichteten Gebäude untergebracht,[2] das zwischen März 2008 und Februar 2010 umgebaut und saniert wurde.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Erhard Schuster: Wald und Holz. Daten aus der Geschichte der Nutzung und Bewirtschaftung des Waldes, der Verwendung des Holzes und wichtiger Randgebiete, Band 2: 1831–1860, Verlag Dr. Kessel, Remagen-Oberwinter 2005 ISBN 3-935638-63-9
  2. Freiburg: Alles unter drei Dächern, Badische Zeitung, 24. April 2010, Zugriff am 28. Mai 2011

Koordinaten: 48° 0′ 2″ N, 7° 51′ 8″ O