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Joseph Lambert Maria Cornelius (* 24. März 1778 in Düsseldorf; † 7. September 1823 ebenda) war ein deutscher Maler und Zeichenlehrer an der Kunstakademie Düsseldorf.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Lambert Cornelius war der Sohn des Düsseldorfer Malers und Akademie-Inspektors Johann Christian Alois Cornelius (1748–1800) und dessen Ehefrau Anna Helena Corsten.[1] Wie auch sein berühmter Bruder, der Historienmaler Peter Cornelius (1783–1867), wurde Lambert Cornelius von seinem Vater in Zeichnung und Malerei unterrichtet. Von diesem übernahm er nach dessen Tod das Amt des Akademie-Inspektors an der Kunstakademie Düsseldorf. Als solcher war er einer der wenigen verbleibenden Lehrkräfte der Düsseldorfer Akademie, die mit dem Abtransport der Sammlung der Düsseldorfer Gemäldegalerie im Jahr 1805 und in der folgenden Zeit des Großherzogtums Berg einen Niedergang erlebte. Neben ihm unterrichteten dort nur noch der Architekt Karl Friedrich Schäffer und der Kupferstecher Ernst Carl Thelott.[2] Cornelius’ Schüler in dieser Zeit waren unter anderem Theodor Hosemann[3] und Heinrich Heine.[4] Bei der Neugründung der Düsseldorfer Akademie als „Königlich-Preußische Kunstakademie“ unter seinem Bruder Peter wurde er als Inspektor und Lehrer für den Akademieunterricht übernommen, lehrte jedoch in Folge einer Nervenkrankheit nur noch zu Beginn des Wintersemester 1822/23, Anfang 1823 wurde er pensioniert und starb nur wenige Monate danach.

Lambert Cornelius galt als „mittelmäßiger Künstler“, sonst ist über sein künstlerisches Werk nichts bekannt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verzeichnis derer in hiesiger Residenz getauft: Den 24. Merz, Joseph Lambert Maria Cornelius, Sohn des Academia Inspector Johann Christian Cornelius und Anna Helena Corsten, in Gülich und bergische wöchentliche Nachrichten, Nr. 13, 1778
  2. Rudolf Wiegmann: Die Königliche Kunst-Akademie zu Düsseldorf. Ihre Geschichte, Einrichtung und Wirksamkeit und die Düsseldorfer Künstler. Buddeus, Düsseldorf 1856, S. 5 (Digitalisat).
  3. Ingeborg Becker: Theodor Hosemann 1807–1875. Band 2 von Ansichten des Berliner Biedermeier. Freie Universität Berlin, Berlin 1981, S. 18.
  4. Christa Stöcker: Heinrich Heine. Reisebilder II. 1828–1831. Kommentar. Walter de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 978-3-05005-309-7, S. 289 f. (Erläuterungen: 70, 24–26).