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Kurt Mansfeld

deutscher Motorrad-Rennfahrer

KarriereBearbeiten

Mansfeld stammte aus Hindenburg in Oberschlesien, dem heutigen Zabrze. Im Alter von 21 Jahren machte er beim Riesengebirgsrennen sowie auf der Berliner AVUS mit Siegen in der Ausweisklasse bis 1000 cm³ auf sich aufmerksam.

Als Lizenzfahrer gewann er 1933 das Hohnstein-Bergrennen nahe Dresden. Ein Jahr darauf entschied Mansfeld den Meisterschaftslauf in Hockenheim für sich. Mit ersten Plätzen beim Riesengebirgs-, Gabelbach- und Feldbergrennen demonstrierte er eindrucksvoll seine Qualitäten am Berg. Im Oktober siegte Mansfeld gegen die punktgleichen Toni Bauhofer, Karl Bodmer und Sebastian Roth in einem Ausscheidungslauf um die Deutsche Bergmeisterschaft.

Anfang 1935 wechselte Mansfeld von der BMW zum DKW-Rennstall, wo er Werksfahrer wurde. Im April konnte er für die Zschopauer seinen ersten großen Erfolg feiern. Mit der schnellsten Zeit des Tages brach er Bauhofers langjährige Dominanz und wurde Eilenriedemeister. Auch das 500-cm³-Rennen auf dem Marienberger Dreieck zu Christi Himmelfahrt gewann Mansfeld. In der Endabrechnung der Halbliterklasse der Deutschen Meisterschaft belegte er damit hinter Oskar Steinbach (NSU) zusammen mit Toni Bauhofer den zweiten Rang.

Beim Meisterschaftsstart 1936 in Hannover war Kurt Mansfeld erneut erfolgreich. Noch im Mai gelang ihm der Sieg mit der 500er-DKW beim Kölner Stadtwaldrennen. Dort war er auch 1937 der Sieger. Beim Solitude-Rennen fuhr Mansfeld 1937 vor 200.000 Zuschauern das Rennen seines Lebens. Nach einem Schaden am Ende des Feldes liegend, drehte er eine Rekordrunde nach der anderen und gewann das Rennen mit 16 Sekunden Vorsprung. Im August startete er beim 12. Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring. Im September folgte der Sieg beim Großen Preis von Estland. Zum Saisonausklang in Marienberg beendete er den Lauf der Halbliter-Maschinen, wie schon 1935, auf dem ersten Platz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestritt Mansfeld wieder Rennen. 1948 wurde er auf DKW hinter Wilhelm Herz Deutscher Vizemeister in der 350-cm³-Klasse. Im Jahr 1949 wurde ihm wegen nicht veröffentlichter Anschuldigungen gegen die OMK und deren Mitglieder ein Rennverbot ausgesprochen. Nachdem er die Vorwürfe zurückgenommen hatte, durfte er ab 1. Juni 1949 wieder starten.[1] Anfang der 1950er-Jahre war Mansfeld Werksfahrer bei Horex.

Kurt Mansfeld verstarb 1984 im Alter von 73 Jahren in Bad Kreuznach.

StatistikBearbeiten

TitelBearbeiten

  • 1934 – Deutscher 1000-cm³-Bergmeister auf BMW

RennsiegeBearbeiten

Jahr Klasse Maschine Rennen Strecke
1934 1000 cm³ BMW Hockenheimer Motorradrennen Hockenheimer Dreieck
1000 cm³ BMW Feldbergrennen Feldbergring
1935 1000 cm³ BMW Hockenheimer Motorradrennen Hockenheimer Dreieck
500 cm³ DKW Eilenriederennen Eilenriede
500 cm³ DKW Marienberger Dreieckrennen Marienberger Dreieck
1936 500 cm³ DKW Eilenriederennen Eilenriede
500 cm³ DKW Kölner Stadtwaldrennen Kölner Stadtwald
1937 500 cm³ DKW Internationales Solitude-Rennen Solitude
500 cm³ DKW Marienberger Dreieckrennen Marienberger Dreieck
DKW Großer Preis von Estland
1947 350 cm³ DKW Hamburger Stadtparkrennen Hamburger Stadtpark

VerweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Steffen Ottinger: DKW Motorradsport 1920–1939. Von den ersten Siegen des Zschopauer Zweitakters bei Bahnrennen bis zu den Europameisterschafts-Erfolgen. 1. Auflage. HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-00-028611-7, S. 50–96, 113–121.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kurt Mansfeld. www.spiegel.de, 2. Juni 1949, abgerufen am 9. Juni 2014.