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Kraftwerk Lünen-Stummhafen

Steinkohlekraftwerk

Das Kraftwerk Lünen-Stummhafen ist ein Steinkohlekraftwerk im Lüner Ortsteil Lippholthausen im Kreis Unna.

Kraftwerk Lünen-Stummhafen
Trianel-Kraftwerk (Neubau im August 2012)
Trianel-Kraftwerk (Neubau im August 2012)
Lage
Kraftwerk Lünen-Stummhafen (Nordrhein-Westfalen)
Kraftwerk Lünen-Stummhafen
Koordinaten 51° 36′ 55″ N, 7° 27′ 43″ OKoordinaten: 51° 36′ 55″ N, 7° 27′ 43″ O
Land Deutschland
Gewässer Datteln-Hamm-Kanal, Lippe
Daten
Typ Dampfkraftwerk
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Steinkohle
Leistung 750 MW
Eigentümer Trianel
Betreiber Steag
Projektbeginn 2008 (Spatenstich)
Betriebsaufnahme 2013
Turbine Dampfturbine
Website www.trianel-luenen.de

Neben den beiden vorhandenen Kraftwerken Kraftwerk Lünen und Biomassekraftwerk Lünen errichtete die Trianel Energie am Lünener Stummhafen ein Steinkohlekraftwerk neu. Offizieller Baubeginn war der 3. September 2008; den ersten Spatenstich machte Christa Thoben (NRW-Wirtschaftsministerin von 2005 bis 2009). Die Trianel Energie investiert zusammen mit 30 weiteren Stadtwerken rund 1,4 Milliarden Euro. Das Kraftwerk besitzt eine Nennleistung von 750 MW und wurde im Dezember 2013 offiziell in Betrieb genommen. Aufgrund veränderter Marktbedingungen erwarten die Betreiber im Betriebsjahr 2014 einen Verlust von etwa 100 Mio. Euro.[1] Bei den anlässlich des Baubeginns stattgefundenen Feierlichkeiten gab es Demonstrationen von Kraftwerksgegnern.

Zu den mit einer Minderheitsbeteiligung investierten Unternehmen zählt auch die schweizerische Azienda Elettrica Ticinese (AET). Dieses Engagement im Umfang von rund 24 Millionen Euro des zu 100 % im Besitz des Kanton Tessin befindlichen Unternehmens führte zu einer öffentlichen Diskussion und schließlich zu einer Volksabstimmung; in dieser wurde das Engagement bestätigt.[2]

Im Dezember 2011 hob das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen den immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid zum Betrieb des Kraftwerkes nach einer Klage des BUND vorübergehend auf.[3]

Das Kraftwerk Lünen-Stummhafen hat keinen Kamin. Die Abgase werden durch den 160 Meter hohen Kühlturm ins Freie geleitet.[4] Das Kühlwasser wird dem Datteln-Hamm-Kanal entnommen und nach Gebrauch teilweise in die Lippe abgegeben.[5] Neben elektrischer Energie stellt das Kraftwerk auch Fernwärme mit einer Leistung von 35 MW bereit.[6]

Während Trianel Eigentümer des Kraftwerks ist, betreibt Steag das Kraftwerk seit November 2013.[7]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neues Kohlekraftwerk in Lünen: Kraftwerk macht keinen Gewinn (Memento vom 7. Dezember 2013 im Internet Archive) In: Westdeutscher Rundfunk, 3. Dezember 2013.
  2. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Tessiner-setzen-auf-Strom-aus-deutschem-Kohlekraftwerk/story/17009967
  3. Steinkohlekraftwerk auf Eis gelegt. In: Westdeutsche Zeitung, 2. Dezember 2011. Abgerufen am 6. Dezember 2011.
  4. Daten und Fakten zum Kraftwerk Abgerufen am 7. März 2012
  5. Trianel: Das Funktionsschema, abgerufen am 13. Dezember 2013.
  6. Trianel: Das Trianel Steinkohlekraftwerk Lünen, abgerufen am 13. Dezember 2013.
  7. STEAG übernimmt vorzeitig Betriebsführung für Trianel-Kraftwerk in Lünen. Steag, 11. Oktober 2013, abgerufen am 11. März 2017 (Pressemitteilung).

WeblinksBearbeiten