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Kommunalpolitische Vereinigung

Kommunalpolitische Vereinigungen sind Fachorganisationen der politischen Parteien. Sie wurden von den Parteien geschaffen, um die Aktivitäten ihrer kommunalen Mandatsträger landes- und bundesweit zu vereinheitlichen. Dazu dienen die Herausgabe von Arbeitshilfen und Richtlinien und die Veranstaltung von Tagungen. Umgekehrt erhalten Kommunalpolitiker die Möglichkeit, Einfluss auf die Bundes- und Landespolitik nehmen.[1] Bereits in der Weimarer Republik gab es eine „Kommunalpolitische Vereinigung der deutschen Zentrumspartei“.

Die Unionsparteien gründeten im Jahr 1947 die Kommunalpolitische Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands. Die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik der SPD entstand erst 1978. Die FDP gründete 1982 die Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker. Diese parteinahen Organisationen sind darüber hinaus in Landesverbände gegliedert.[2] Bündnis 90/Die Grünen haben keinen bundesweiten Fachverband, sondern kommunalpolitische Organisationen auf Landesebene wie die Grüne Alternative in den Räten NRW. Die Linke betreibt in mehreren Bundesländern „Kommunalpolitische Foren“.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Jaedicke: Lokale Politik im Wohlfahrtsstaat: zur Sozialpolitik der Gemeinden und ihrer Verbände in der Beschäftigungskrise. Westdt. Verlag, Opladen 1991, ISBN 3-531-12205-3, S. 32 f.
  2. Wolfgang Jädicke, Helmut Wollmann: Kommunale Spitzenverbände. In: Roland Roth, Hellmut Wollmann (Hrsg.): Kommunalpolitik: politisches Handeln in den Gemeinden. Leske und Budrich, Opladen 1994, ISBN 3-8100-1197-5, S. 312