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Der Bash genannte Befehlsinterpreter – die Standard-Linux-Shell, unter OpenSuse

Ein Kommandozeilen-Interpreter (aus dem englischen command-line interpreter entlehnt, zudem kurz CLI, oder command-line shell), sowie (umgangssprachlich …[1] verkürzt) Kommandozeile, aber auch Kommandointerpreter und Befehlsinterpreter[2] genannt, ist ein Computerprogramm, das eine Zeile Text von einer Kommandozeile einliest und als Kommando (Anweisung, Befehl) interpretiert. Der Befehl wird dann ausgeführt und gegebenenfalls dessen Ergebnis dem Benutzer angezeigt.

Weitere Bezeichner sind (die) Konsole, (die) Shell und (das/die) Terminal(-Emulation), siehe auch unter Konsole (KDE) und Shell (Betriebssystem) sowie (das) Terminal (Computer) und zudem (die) Terminalemulation.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

In seiner ursprünglichen Form macht ein Kommandozeilen-Interpreter dem Endanwender betriebssystemeigene Funktionen durch eine eigene (auch Syntax genannte) Sprache und diese wiederum über eine Eingabezeile zugänglich (siehe auch Systemkonsole). Erst nachdem oder schon mit der Entwicklung der ersten Röhrenbildschirme wurden auch die Befehlsinterpreter entsprechend weiterentwickelt, so daß gegebenenfalls ebenso das Ergebnis eines Befehls (oder dessen Rückmeldung[3]) nicht mehr auf dem Drucker sondern unmittelbar auf dem Bildschirm ausgegeben werden konnte. Im Laufe dieser Entwicklung wurde dann erst der Eingabezeiger[4] und in dessen Folge (wohl mit oder spätestens nach dem Aufkommen erster Befehlszeilen-Schalter und den damit einhergehenden immer längeren Befehlen oder gar Befehlsketten[5]) weitere Erleichterungen für die Anwender, wie die Befehlszeilenergänzung, entwickelt.

DOS/WindowsBearbeiten

CommandBearbeiten

Die Entwicklung des ersten Befehlsinterpreters in den DOS- und Windows-Reihen begann mit der Entwicklung von 86-DOS. Dieser Befehlsinterpreter wurde auf der Befehlsebene auch command.com genannt und später erst in MS-DOS und danach in die Windows-9x-Reihe übernommen sowie dort auch (teilweise) weiterentwickelt. Die Hauptentwicklung der command.com fand jedoch in der DOS-Zeit statt.

CmdBearbeiten

Mit der Einführung der Windows-NT-Reihe folgte die (auf Befehlsebene) auch sogenannte cmd.exe, in dessen Entwicklung die vorangegangene Entwicklung der command.com einfloß und diese, bis zum gegenwärtigen Windows 10, ersetzte. Die (Weiter-)Entwicklung der cmd.exe wurde jedoch irgendwann eingestellt und von da an gegebenenfalls nur noch auf Fehlerbehebungen beschränkt.

PowerShellBearbeiten

 
Die auch sogenannte Windows PowerShell

Noch wärend die cmd.exe die Vorgabe (oder auch sogenannte Voreinstellung) war und (bis heute, 2019) ist, wurde im Jahr 2006 die erste Ausgabe der sogenannten PowerShell veröffentlicht, welche seitdem immer weiterentwickelt und wahrscheinlich irgendwann die cmd.exe ersetzen wird – wenn alle (für die Abwärtskompatibilität) wichtigen Fähigkeiten der cmd.exe vollständig enthalten sind.

AufgabenBearbeiten

Der Befehlsinterpreter kapselt das Betriebssystem gegenüber dem Anwender (oder Benutzer) ab und wird daher auch als Benutzeroberfläche (oder auch als Shell) bezeichnet.

Für erfahrene Benutzer haben Befehlsinterpreter den Vorteil der schnellen und unmittelbaren Ablaufsteuerung (oder auch Kontrolle) sowie Erreichbarkeit aller Funktionen, nachdem die Befehle und dessen Übergabewerte erlernt wurden. Zudem lassen sich häufig wiederkehrende Befehlsfolgen durch Stapeldateien (auch Batchdateien, Makros oder Skripte genannt) automatisieren, was bei einer grafischen Oberfläche grundsätzlich nur sehr schwer zu verwirklichen ist.

BeispieleBearbeiten

 
Die AutoCAD-Befehlszeile (unten) von AutoCAD 2014 unter Windows

Im Folgenden wird Software genannt, welche einen Kommandozeileninterpreter (CLI) implementiert. Die Liste ist unvollständig, da sie nur einige Beispiele aufzeigen soll.

Belege und AnmerkungenBearbeiten

  1. … zum Kopfwort
  2. BefehlsinterpreterWissen-digital.de (abgerufen am 14. Juli 2019); auch mit „Kommandointerpreter“
  3. … im Amerikanisch-Englischen auch Return Code genannt …
  4. … auch Eingabeaufforderung (oder amerikanisch-englischen Cursor) genannt …
  5. … siehe auch „Verkettungszeichen“, wie der unterbrochene senkrechte Strich