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Der Bash genannte Befehlsinterpreter – die Standard-Linux-Shell, unter OpenSuse

Ein Kommandozeileninterpreter (Übersetzung aus dem englischen command-line interpreter entlehnt, kurz CLI, oder command-line shell), sowie kurz Kommandozeile, aber auch Kommandointerpreter und Befehlsinterpreter[1] genannt, ist ein Programm, das eine Benutzereingaben von einer Kommandozeile einliest und als Anweisung interpretiert. Die Anweisung wird dann ausgeführt und gegebenenfalls dessen Ergebnis dem Benutzer angezeigt.

Weitere Bezeichnungen sind Konsole, Shell oder Terminal(-Emulation). Siehe auch unter Konsole (KDE) und Shell (Betriebssystem) sowie (das) Terminal (Computer) und zudem Terminalemulation.

GeschichteBearbeiten

In seiner ursprünglichen Form macht ein Kommandozeilennterpreter dem Endanwender betriebssystemeigene Funktionen durch ein zeilenorientieren Syntax auf einer Systemkonsole zugänglich. Nach der Entwicklung der ersten Röhrenbildschirme wurden auch die Befehlsinterpreter entsprechend angepasst. Der Cursor wurde erfunden. Es kamen immer komplexere Kommandozeilenparameter, mehr Befehlen, bis hin zu einfachen Elementen aus Programmiersprachen, wie Z.B. Schleifen oder Variablen hinzu.

DOS/WindowsBearbeiten

DOS EingabeaufforderungBearbeiten

Die Entwicklung des ersten Befehlsinterpreters in den DOS-Reihen begann mit der Entwicklung von 86-DOS. Dieser Befehlsinterpreter wurde auf der Befehlsebene auch command.com genannt und später erst in MS-DOS und danach in die Windows-9x-Reihe übernommen sowie dafür weiterentwickelt. Die Hauptentwicklung der command.com fand jedoch in den 80er- und 90er-Jahren statt.

Windows NT EingabeaufforderungBearbeiten

Mit der Einführung der Windows NT-Reihe folgte die cmd.exe, in dessen Entwicklung die vorangegangene Entwicklung der mit command.com einfloß und diese, bis zum gegenwärtigen Windows 10 emuliert. Eine bedeutende Weiterentwicklung der cmd.exe nicht vollzogen, weil bei der Entwicklung vorrangig auf die Kompatibilität mit dem ehemaligen MS-DOS geachtet wurde.

PowerShellBearbeiten

 
Die auch sogenannte Windows PowerShell

Windows NT bot lange keinen den Unix-Shells ebenbürtigen Kommandozeileninterpreter. Dies machte viele administrative Aufgaben unnötig kompliziert. Das Konzept dem cmd.exe folgt war dem der modernen Unix-Shells weit unterlegen. Deshalb wurde im Jahr 2006 die erste Version der PowerShell veröffentlicht, welche sich in vielen Eigenschaften an bekannten Unix-Shels wie Bash oder zsh orientiert. Im Gegensatz zu den Unix-Shells folgt die PowerShell dem Paradigma der objektorientierten Programmierung und basiert auf dem .NET-Framework. Die Abwärtskompatibilität mit MS-DOS spielte dabei eine untergeordnete Rolle.

AufgabenBearbeiten

Der Befehlsinterpreter kapselt das Betriebssystem gegenüber dem Benutzer ab und wird daher auch als Benutzeroberfläche oder auch als Shell (engl. für Schale) bezeichnet.

Für erfahrene Benutzer haben Befehlsinterpreter den Vorteil der schnellen und unmittelbaren Kontrolle, sowie der leichten Erreichbarkeit aller Funktionen. Nachdem die der Syntax, die Befehle und dessen Kommandozeilenparameter einmal erlernt wurden, Zudem lassen sich häufig wiederkehrende Befehlsfolgen durch Stapelverarbeitung, Batchdateien, Makros oder Skripte automatisieren, was bei einer grafischen Oberfläche grundsätzlich nur sehr schwer zu verwirklichen ist.

BeispieleBearbeiten

 
„Befehlsanfragebereich“ (unten) von AutoCAD 2.6.44 unter DOS
 
Die AutoCAD-Befehlszeile (unten) von AutoCAD 2014 unter Windows

Im Folgenden wird Software genannt, welche einen Kommandozeileninterpreter (CLI) implementiert. Die Liste ist unvollständig, da sie nur einige Beispiele aufzeigen soll.

Belege und AnmerkungenBearbeiten

  1. BefehlsinterpreterWissen-digital.de (abgerufen am 14. Juli 2019); auch mit „Kommandointerpreter“