Kleine Melodie aus Wien

Filmdrama von E. W. Emo (1948)

Kleine Melodie aus Wien ist ein österreichischer Spielfilm aus dem Jahre 1948 von E. W. Emo mit Paul Hörbiger und Maria Andergast in den Hauptrollen.

Film
Originaltitel Kleine Melodie aus Wien
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1948
Länge 99, 91 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie E. W. Emo
Drehbuch E. W. Emo
Franz Tassié
Produktion Excelsior-Flmproduktion (Wien)
Musik Robert Stolz
Kamera Fritz Woditzka
Besetzung

HandlungBearbeiten

Im Wien der frühen Nachkriegszeit herrscht große Wohnungsnot. Der alte Musikprofessor Griebichler, ein überzeugter Griesgram und scheinbar unbelehrbarer Miesepeter, bewohnt ein geräumiges Haus und ist alles andere als begeistert, als das für die Wohnraumverteilung zuständige Wiener Wohnungsamt ihm die junge Witwe Frau Weber nebst ihren drei Kindern als neue Mitbewohner zuteilt. Der Professor, der die Ruhe und Abgeschiedenheit über alles liebt, ist alles andere als begeistert, als mit den vier neuen Mitbewohnern Jubel und Trubel Einzug hält. Nach einigen Reibereien zu Beginn lernt der Alte allmählich die Anwesenheit seiner neuen Mitbewohner schätzen und wandelt sich im Laufe der Geschichte zu einem liebenswürdigeren Mitmenschen, der sich um die Nöte der anderen kümmert. Am Ende der Geschichte kommt der Kunstliebhaber sogar unter die Haube.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Kleine Melodie aus Wien entstand Mitte 1948 in den Ateliers von Wien-Sievering sowie in Wien (Schönbrunn) selbst. Die Uraufführung erfolgte am 29. Oktober 1948 in der österreichischen Hauptstadt, die deutsche Premiere war am 29. März 1949 in Stuttgart.

Friedrich Erban übernahm die Produktionsleitung. Fritz Jüptner-Jonstorff entwarf die Filmbauten.

KritikenBearbeiten

“Ein Musiklehrer wird in den Zeiten der Wohnungsnot bei einer jungen Witwe mit drei Rangen einquartiert. Wenn der Film heute entschieden besser dasteht als zur Zeit seiner Uraufführung, dann liegt das vor allem an E. W. Emo, dem großen Ungefeierten des austriakischen Kinos, dessen Sinn für Tempo und Präzision selbst aus dem fadesten Buch und den lauesten Akteuren noch Augenblicke von Verve und Charme zu holen wusste. Sofern die Umstände auch nur halbwegs stimmten, so wie bei diesem Trümmerstück in möblierten Interieurs, vermochte er sogar Werke von Formschönheit und Geist zu schaffen.”[1]

Das Lexikon des Internationalen Films dekretierte kurz: „Sentimentales musikalisches Lustspiel mit ein wenig Zeitkolorit.“[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kritik auf filmarchiv.at
  2. Kleine Melodie aus Wien. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 1. Juli 2020.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 

WeblinksBearbeiten