Hauptmenü öffnen

Klaus Sochatzy

deutscher Soziologe

Klaus Sochatzy (* 30. Dezember 1929 in Alzey[1]; † 7. Oktober 1991 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Soziologe, der an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main lehrte.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Sochatzy, 1929 als Sohn des Arztes Konrad Sochatzy und seiner Frau Helene geboren,[2] studierte Musikwissenschaft, Philosophie, Soziologie und Pädagogik. Er promovierte zum Doktor der Philosophie und lehrte als Professor für Soziologie der Erziehung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.[1] Einer seiner Forschungsschwerpunkte führte zu der Studie Parole: rechts! Jugend, wohin? (1980), in der untersucht wird, „inwiefern außerhalb des organisierten Rechtsextremismus rechtsextreme Parolen und Einstellungen unter Jugendlichen virulent sind.“[3]

Außerdem schrieb Sochatzy Aphorismen. Der Band Ost-West-Monologe (1981) entstand zusammen mit dem PAN-Dozenten für Film- und Fernsehwissenschaft Aleksander Kumor (* 1924).[4]

Sochatzy war zwei Mal verheiratet. Aus der ersten Ehe mit Karin Gosta Schroeder gingen zwei Kinder hervor. Nach der Scheidung heiratete er 1972 Ilse Weber.[2] In dieser Ehe wurde eine Tochter adoptiert. Klaus Sochatzy starb 1991 in Frankfurt am Main und liegt auf dem Hauptfriedhof begraben.

VeröffentlichungenBearbeiten

SchriftenBearbeiten

  • Das neuhumanistische Gymnasium und die rein-menschliche Bildung. 2 Schulreformversuche in ihrer weiterreichenden Bedeutung. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1973, ISBN 3-525-31806-5
  • Parole: rechts! Jugend, wohin? Neofaschismus im Schülerurteil. Eine empirische Studie. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1980, ISBN 3-88323-171-1
  • „Wenn ich zu bestimmen hätte“. Die Erwachsenenwelt im Meinungsspiegel von Kindern und Jugendlichen. Eine empirische Bestandsaufnahme. Beltz Verlag, Weinheim/Basel 1988, ISBN 3-407-34017-6

AphorismenbändeBearbeiten

  • Adnotationen. Gegenrede gegen Reden und Gerede. Aphorismen. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1979, ISBN 3-88323-395-1
  • (mit Aleksander Kumor) Ost-West-Monologe. Aphorismen. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1981, ISBN 3-88323-167-3
  • Widerworte nach der „Wende“. Aphorismen. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1984, ISBN 3-88323-496-6

HerausgabenBearbeiten

  • Sprüche aus dem Frankfurter Uni-Turm. Materialien 1. Mehr Anarchie, weniger Chaos. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1982, ISBN 3-88323-383-8
  • Sprüche aus dem Frankfurter Uni-Turm. Materialien 2. Auf die Dauer hilft nur Power. R. G. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1983, ISBN 3-88323-400-1

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Adnotationen, 3., unveränderte Aufl. 1983 (1979), Klappentext.
  2. a b August Ludwig Degener, Walter Habel (Hrsg.): Wer ist Wer? Das deutsche Who's who. Band 22, Schmidt-Römhild, Lübeck 1983, ISBN 3-7950-2003-4, S. 1156.
  3. Hans Joachim Schwagerl. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen, Nr. 45, 1982, S. 1985. Zit. nach Adnotationen, 3., unveränderte Aufl. 1983 (1979), S. 84.
  4. Adnotationen, 3., unveränderte Aufl. 1983 (1979), S. 82.