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KissSalis Therme
KissSalis Therme

Die KissSalis Therme in Bad Kissingen-Garitz wurde nach dem ersten Spatenstich am 3. Mai 2001 durch Oberbürgermeister Christian Zoll bis 2004 nach Plänen der Architekten Kenéz + Jaeger erbaut[1], die Ingenieurbauten wurden von Kersken + Kirchner GmbH Beratende Ingenieure VBI ausgeführt.[2] Die Betriebsfläche beträgt 7000 m².[3] Am 28. Februar 2004 war der erste Betriebstag. Bis Ende 2013 besuchten circa 3,5 Millionen Gäste die Therme.[4]

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Die Therme ist eine Unternehmung der KissSalis Betriebsgesellschaft mbH. Die Baukosten betrugen 39 Millionen Euro.

ThemenbereicheBearbeiten

Die Therme ist in vier Themenbereiche gegliedert: die ThermenLandschaft, den SaunaPark, den WellnessPavillon und die FitnessArena.

ThermenLandschaftBearbeiten

Die ThermenLandschaft verfügt über 1000 m² Wasserfläche, verteilt auf Innen- und Außenbecken mit Temperaturen zwischen 32 und 35 °C und viele Wasserattraktionen. Zusätzlich werden Kneipptretbecken, ein Heißbecken (38 °C) und ein Kaltbecken (18 °C) für wechselwarmes Baden angeboten. Ein Soleintensivbecken mit 6 % Salzgehalt rundet das Wasserangebot ab. Auf der Galeria befinden sich ein Glasdampfbad, eine Soleinhalation, eine Natur-Moor-Anwendung und eine Sonneninsel.

SaunaParkBearbeiten

Der SaunaPark verfügt über 750 m² Innenfläche und einen Saunagarten. Im Innenbereich stehen eine Ruhesauna (90 °C), ein Planetarium (40 °C), ein Steindampfbad (50–55 °C), ein Sanarium (55–60 °C), ein Aromadampfbad (45–48 °C) und verschiedene Abkühlbereiche bereit. Im Saunagarten gibt es vier finnische Holzsaunen, eine Erdsauna (85–90 °C), eine Loftsauna (80–85 °C), eine Panoramasauna (70–75 °C) und seit 2010 die Gartensauna (85 °C).

WellnessPavillonBearbeiten

Im WellnessPavillon werden verschiedene kosmetische Behandlungen und Massagen, wie Hot Stone oder Shiatsu angeboten. Neben einem Hamam und zwei Softpackliegen ist ein Kaiserbad mit Bronzewanne integriert.

FitnessArenaBearbeiten

Die FitnessArena ist mit modernen Kraft- und Ausdauergeräten ausgestattet. Neben einem Innen- und Außentrainingsbereich stehen Kurs- und Krankengymnastikräume zur Verfügung.

Das ThermalwasserBearbeiten

Das Heilwasser in der KissSalis Therme ist besonders reich an Mineralien und hat rund zwölfmal so viele Mineralien wie die Mindestanforderungen für Heilbrunnen. Es ist als Natrium-Chlorid-Säuerling zu bezeichnen und im Sinne der Mineral- und Tafelwasserverordnung als ursprünglich rein zu bewerten.

Zusammensetzung:

Kationen mg/l: Lithium 4,5 Natrium 2930 Kalium 103 Ammonium 0,52 Magnesium 168 Calcium 496 Strontium 5,9 Mangan 1,20, Eisen 11,2

Summe 3720,32

Anionen mg/l: Fluorid 0,51 Chlorid 3924 Bromid 8,3 Sulfat 1281 Hydrogencarbonat 1709

Summe 6922,81

Summe der gelösten Mineralstoffe 10643,13

Auszug aus der chemischen Kontrolluntersuchung vom 11. August 2003 (Institut Dr. Nuss, Bad Kissingen)

Die SoleBearbeiten

In der KissSalis Therme gibt es zwei verschiedene Soleanwendungen: die Soleinhalation und das Soleintensivbecken. Die gesättigte Sole dafür stammt nicht wie das Thermalwasser der KissSalis Therme aus dem Schönbornsprudel in Bad Kissingen, sondern aus Bleicherode am Harz. Da die Sole bei Anlieferung einen Sättigungsgrad von ca. 26 bis 30 Prozent hat, der zum Baden viel zu hoch ist, wird die Sole mit dem Badewasser der Therme auf eine optimale Konzentration verdünnt.

Die ArchitekturBearbeiten

Die Architektur setzt sich aus drei Elementen zusammen, zum einen lehnt sie sich an die Architektur der städtebaulichen Maximen an, zum anderen ist die Topographie einbezogen. Die Innen- sowie Außenflächen und alle Attraktionen der KissSalis Therme sind in einen organhaften Stil gehalten. Hauptaugenmerk ist die verschwommene Grenze zwischen Innen und Außen. Die Glasfassade trennt die beiden Bereiche eher beiläufig und soll als Membran wirken. Die Dachscheibe stellt das dritte Element dar. Trotz mehrerer Wandlungen der Dachscheibe während der Bauphase blieben die drei von Anfang an formulierten Planungsziele erhalten: eine geringe Stützenzahl um eine geeignete Spannweite zu gewährleisten, der Wechsel von offenem Himmel und geschlossenem Hallendach und die Anknüpfung an Kissinger Bautraditionen durch Anlehnung der Stützenform an die Pilzstützen des sogenannten Grünen Saales. Die Außenanlage ist ebenfalls im Stil des Architekturkonzepts gehalten. Durch Modellierung und Anordnung der Pflanzen wird auch der Übergang in die offene Landschaft grenzenlos vollzogen.

AuszeichnungenBearbeiten

Die KissSalis Therme Bad Kissingen wurde beim Bädertest von Antenne Bayern gemeinsam mit der Obermain-Therme in Bad Staffelstein als Hygiene-Champion von 21 bayerischen Bädern gekürt. Für den Bädertest wurden im Januar 2008 in 21 bayerischen Thermen und Hallenbädern fast 150 Proben gezogen und ausgewertet.

QuellenBearbeiten

  • Sport Bäder Freizeit Bauten, Ausgabe 5/04, Krammer Verlag Düsseldorf AG
  • kisssalis.de

WeblinksBearbeiten

  Commons: KissSalis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten