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Kiel-Eckernförde-Flensburger Eisenbahn-Gesellschaft

Ehemaliger Bahnhof Eckernförde (1887)
Strecke mit ehemaligen Trassenabweichungen (grau)

Die Kiel-Eckernförde-Flensburger Eisenbahn-Gesellschaft (KEFE) wurde am 13. Juni 1878 in Kiel gegründet.

GeschichteBearbeiten

An der Gesellschaft beteiligten sich der preußische Staat, die anliegenden Kreise und Gemeinden sowie Privatpersonen. Am 19. August 1878 erhielt sie die Konzession für eine normalspurige Sekundärbahn, die parallel zur Ostseeküste die im Gesellschaftsnamen genannten Städte miteinander verbinden sollte.

Am 1. Juli 1881 konnte die südliche Teilstrecke vom Staatsbahnhof in Kiel durch die Landschaft Dänischer Wohld bis Eckernförde eröffnet werden; am 21. Dezember 1881 folgte der nördliche Abschnitt in den Landschaften Schwansen und Angeln, der am Kieler Bahnhof in Flensburg in der Nähe des damaligen Staatsbahnhofs beim Hafen endete.

Damit war die Strecke, die durch überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gegenden führt, 79 Kilometer lang. Der Bau des Nord-Ostsee-Kanals machte eine Streckenänderung innerhalb der heutigen Stadtgrenzen Kiels bis nach Neuwittenbek notwendig, so dass sich dadurch die Strecke um rund zwei Kilometer verlängerte.

Einer These zufolge sollen 1881 Kappelner Schiffer verhindert haben, dass die Bahnstrecke Kiel–Flensburg über Kappeln geführt wird. Carsten Tech beschreibt diese These dagegen als Legende.[1] Alternativ angedachte Routen zur Überquerung der Schlei waren damals neben der letztlich verwirklichten Linienführung über LindaunisSüderbrarup die Trassen MissundeSatrup und Bohnert–Satrup.

EinrichtungenBearbeiten

Da die KEFE weder in Kiel noch in Flensburg genügend Platz zum Bau eines Betriebswerkes mit Lokleitung, Lokschuppen, Wasserturm, Drehscheibe und Bekohlungseinrichtungen fand, wurden diese im Bereich des Eckernförder Bahnhofes erbaut. Der Einsatz der Lokomotiven und Züge erfolgte von Eckernförde aus.

Der Verkehr entwickelte sich zufriedenstellend, so dass sich die Preußischen Staatseisenbahnen für das Unternehmen interessierten und die Bahn zum 1. Juli 1903 übernahmen.

Mit der Übernahme der Eisenbahnstrecke durch die Preußischen Staatseisenbahnen verloren diese Einrichtungen an Bedeutung. Der Einsatz erfolgte danach von Kiel und Flensburg aus.[2]

Die Strecke wird heute von der Regionalbahn Schleswig-Holstein als Bahnstrecke Kiel–Flensburg betrieben.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Carsten Tech: Warum die Bahnlinie Kiel-Flensburg nicht über Kappeln ging - eine ostangelner Legende. In: Jahrbuch des Heimatvereins der Landschaft Angeln. 2008, S. 105.
  2. Kiel-Eckernförde-Flensburger Eisenbahn-Gesellschaft. In: Heimatgemeinschaft Eckernförde e. V. und Abteilung für Regionalgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Hrsg.): ECKernförde-Lexikon. Husum- Druck- und Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.,, Husum 2014, ISBN 978-3-89876-735-4, S. 27.