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Karl Fritz (Bischof)

deutscher Erzbischof des Erzbistums Freiburg im Breisgau
Erzbischof Dr. Karl Fritz, 1922
Erzbischof Dr. Karl Fritz, Erinnerungsbildchen von der Inthronisation, 1920

Karl Fritz, auch Carl Fritz (* 20. August 1864 in Adelhausen; † 7. Dezember 1931 in Freiburg im Breisgau), war ab dem 28. Oktober 1920 bis zu seinem Tod Erzbischof von Freiburg.

LebenBearbeiten

Karl Fritz wuchs ab 1873 in Pfaffenberg auf und absolvierte seine theologischen Studien in Freiburg im Breisgau. Dort wurde er Mitglied der K.D.St.V. Arminia Freiburg im Breisgau im CV. Er empfing am 12. Juli 1888 die Priesterweihe in Freiburg im Breisgau. Vor seiner Bischofsernennung war Karl Fritz Domkapitular in Freiburg. Im Jahr 1913 wurde er außerdem als Ehrenmitglied in die KDStV Hercynia Freiburg im Breisgau aufgenommen.

Am 12. Oktober 1920 wurde seine Wahl zum Erzbischof von Freiburg von Papst Benedikt XV. bestätigt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 28. Oktober desselben Jahres der Bischof von Rottenburg, Paul Wilhelm von Keppler; Mitkonsekratoren waren Friedrich Justus Knecht, Weihbischof in Freiburg, und Joseph Damian Schmitt, Bischof von Fulda. 1921 berief Fritz eine Diözesansynode ein, deren Ziel die Neubelebung des kirchlichen Lebens nach dem Ersten Weltkrieg war.[1] Weitere Akzente setzte er unter anderem in der Caritasarbeit und der Kindergartenpädagogik.

HirtenbriefeBearbeiten

  • Hirtenbrief ... an die Gläubigen seiner Erzdiözese beim Beginn der heiligen Fastenzeit 1921
  • Hirtenbrief zur Fastenzeit 1925, Freiburg i. Br., 1925
  • Hirtenschreiben über die kirchliche Musik vom 16. Dezember 1929: für Chordirigenten und Organisten, Freiburg i. Br., 1929
  • Ein ernstes Bischofswort zu den gemischten Ehen: Hirtenschreiben des Herrn Erzbischofs von Freiburg Carl Fritz vom 5. März 1930, Freiburg i. Br.: Erzbischöfl. Missionsinst., 1930

LiteraturBearbeiten

  • Dr. Karl Fritz, Erzbischof von Freiburg, Freiburg: Herder & Co., 1922 (Gedenkblatt).
  • Zur feierlichen Konsekration der St. Peters-Kirche in Mannheim: am Feste Peter und Paul 29. Juni 1930 durch Se. Exzellenz, den Hochwürdigsten Herrn Erzbischof Dr. Carl Fritz, hrsg. im Auftrag der Pfarrkuratie St. Peter, Karlsruhe: Dt. Tiefdruckverl., 1930.
  • Gebete und Gesänge bei dem Trauergottesdienst und bei der Beisetzung Seiner Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Erzbischofs Dr. Carl Fritz, 15. Dez. 1931 in der Metropolitankirche zu Freiburg im Breisgau, Freiburg i. Br.: Herder, 1931.
  • Wolfgang Müller: Fritz, Carl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 631 f. (Digitalisat).
  • Hugo Ott: Das aufkommende Industriezeitalter und die kirchliche Sozialpolitik in Baden um die Jahrhundertwende. Der Fall St. Blasien und Bernau., Kapitel: Karl Fritz „sozialistischer“ Pfarrer in Bernau und seit 1920 Erzbischof von Freiburg. In: Auftrag und Dienst: 60 Jahre Caritasverband Freiburg, Freiburg 1986, S. 18–29.
  • Christoph Schmider: Die Freiburger Bischöfe: 175 Jahre Erzbistum Freiburg. Eine Geschichte in Lebensbildern. Freiburg i. Br.: Herder Verlag, 2002. ISBN 3-451-27847-2.
  • Christoph Schmider Frei gewählt. Erzbischof Karl Fritz (1864–1931) (Memento vom 23. Oktober 2007 im Internet Archive), in: Konradsblatt Nr. 11 vom 17. März 2002

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chronologie des 20. Jahrhunderts auf der Homepage des Erzbistums Freiburg
VorgängerAmtNachfolger
Thomas NörberErzbischof von Freiburg
19201931
Conrad Gröber