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Karl-Heinz Schlote

deutscher Wissenschaftshistoriker

Karl-Heinz Schlote (* 4. April 1949 in Zeitz) ist ein deutscher Wissenschaftshistoriker, der sich insbesondere mit Mathematikhistorie befasst.

Karl-Heinz Schlote studierte von 1967 bis 1972 Mathematik an der Universität Leipzig. Ab 1974 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften der Universität Leipzig bei Hans Wußing. Dort promovierte er bei Gerd Lassner mit der Dissertation: Zur Kohomologietheorie topologischer Algebren und wurde dort auch habilitiert. Nach der Wende war er an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften tätig.

Er war Herausgeber einer umfangreichen 2002 erschienenen Chronologie der Naturwissenschaften und Mitautor und Mitherausgeber eines Mathematikerlexikons (1990). An der Sächsischen Akademie der Wissenschaften leitete er darüber hinaus ein Projekt über die Verbindungen von Mathematik und Physik an den Universitäten Leipzig, Jena und Halle-Wittenberg, woraus mehrere Monografien entstanden.[1] Seit dem Wintersemester 2011/12 ist Karl-Heinz Schlote wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim.

Er ist korrespondierendes Mitglied der International Academy of the History of Sciences.

SchriftenBearbeiten

  • mit Siegfried Gottwald, Hans-Joachim Ilgauds (Hrsg.): Lexikon bedeutender Mathematiker. Bibliographisches Institut, Leipzig 1990.
  • Herausgeber: Chronologie der Naturwissenschaften – Der Weg der Mathematik und der Naturwissenschaften von den Anfängen in das 21. Jahrhundert. Verlag Harri Deutsch, 2002. ISBN 978-3-8171-1610-2
  • Herausgeber mit Martina Schneider: Mathematics meets physics: a contribution to their interaction in the 19th and the first half of the 20th century. Frankfurt am Main 2011.
    • Darin mit Schneider: The interrelation between Mathematics and Physics at the Universities of Jena, Halle-Wittenberg and Leipzig - a comparison. S. 63–88.
  • mit Martina Schneider: Von Schweiggers erstem Galvanometer bis zu Cantors Mengenlehre. Zu den Wechselbeziehungen zwischen Mathematik und Physik an der Universität Halle-Wittenberg in der Zeit von 1817 bis 1890. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2009.
  • mit Martina Schneider: Funktechnik, Höhenstrahlung, Flüssigkristalle und algebraische Strukturen. Zu den Wechselbeziehungen zwischen Mathematik und Physik an der Universität Halle-Wittenberg in der Zeit von 1890 bis 1945. Harri Deutsch, 2009.
  • Zu den Wechselbeziehungen zwischen Mathematik und Physik an der Universität Leipzig in der Zeit von 1830 bis 1904/05. Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse. Bd. 63, H. 1, 2004.
  • Von geordneten Mengen bis zur Uranmaschine. Zu den Wechselbeziehungen zwischen Mathematik und Physik an der Universität Leipzig in der Zeit von 1905 bis 1945. Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2008.
  • mit Martina Schneider: Mathematische Naturphilosophie, Optik und Begriffsschrift. Zu den Wechselbeziehungen zwischen Mathematik und Physik an der Universität Jena in der Zeit von 1816 bis 1900. Verlag Harry Deutsch, Frankfurt/Main 2011.
  • Mitautor in: H.-W. Alten, A. Djafari Naini, H. Wesemüller-Kock (Hrsg.) 4000 Jahre Algebra. Springer 2003 (Kapitel 6 bis 10).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Projekt zur Geschichte der Naturwissenschaften und Mathematik an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften