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LebenBearbeiten

Arzheimer studierte von 1990 bis 1995 Politikwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und schloss dieses Studium mit dem Staatsexamen ab. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Institut für Politikwissenschaft. 2001/02 wurde er bei Jürgen W. Falter am Fachbereich 12 (Sozialwissenschaften) mit der politikwissenschaftlichen Dissertation Politikverdrossenheit. Bedeutung, Verwendung und empirische Relevanz eines politikwissenschaftlichen Begriffes zum Dr. phil. promoviert, wofür er einen Dissertationspreis erhielt.

Von 2002 bis 2006 habilitierte er sich mit der Arbeit Die Wähler der extremen Rechten 1980−2002; 2007 wurde ihm die venia legendi für Politikwissenschaft verliehen. Von 2006 bis 2009 war er Lecturer in German and West European Politics bzw. DAAD Lektor am Department of Government der University of Essex; seitdem ist er Visiting Fellow. Seit 2009 ist er Universitätsprofessor für Politikwissenschaft an der Universität Mainz. Einen Ruf an die Philipps-Universität Marburg lehnte er ab.

Arzheimer forscht vor allem auf dem Gebiet der Politischen Kultur, der deutschen Parteien, des Rechtsextremismus sowie des Wählerverhaltens in Deutschland und der Politikverdrossenheit.

Er ist Mitglied der American Political Science Association, der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung, der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (von 2003 bis 2006 Mitgründer und Co-Sprecher der Ad-hoc-Gruppe „Politischer Extremismus“ und von 2005 bis 2011 Co-Sprecher des „Arbeitskreises Wahlen und politische Einstellungen“), der International Association for the Study of German Politics und der Political Studies Association sowie der ECPR Standing Group on Extremism & Democracy und von Extreme Right Electorates and Party Success.

Arzheimer, der zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften, Sammelbänden und Handbüchern veröffentlichte, schrieb zum Wahljahr 2009 auch für den Blog der Wochenzeitung Die Zeit.

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Politikverdrossenheit: Bedeutung, Verwendung und empirische Relevanz eines politikwissenschaftlichen Begriffs. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002. ISBN 3-531-13797-2.
  • Die Wähler der extremen Rechten 1980−2002. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-16065-8.
  • mit Jocelyn Evans (Hrsg.): Electoral Behaviour (= SAGE Library of Political Science). 4 Bände, SAGE Publications, London u. a. 2008, ISBN 978-1-4129-4752-7.
  • Band 1: Socio-Political Models
  • Band 2: Cognition and Voter Calculus
  • Band 3: Forecasting and Electoral Context
  • Band 4: Debates and Methodology
  • mit Thorsten Faas, Sigrid Roßteutscher: Information – Wahrnehmung – Emotion. Politische Psychologie in der Wahl- und Einstellungsforschung (= Schriftenreihe des Arbeitskreises "Wahlen und politische Einstellungen" der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaften (DVPW)). VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17384-9.
  • mit Thorsten Faas, Sigrid Roßteutscher, Bernhard Weßels (Hrsg.): Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation. Analysen zur Bundestagswahl 2009 (= Veröffentlichung des Arbeitskreises "Wahlen und Politische Einstellungen" der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW)). Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-531-18047-2.
  • mit Thorsten Faas, Sigrid Roßteutscher (Hrsg.): Strukturgleichungsmodelle. Eine anwendungsorientierte Einführung (= Methoden der Politikwissenschaft). Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-09608-3.

WeblinksBearbeiten