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Julian von Saß-Jaworski

polnisch-deutscher Rittergutsbesitzer und Politiker, MdR

Julian Franz Johann von Saß-Jaworski (* 21. Mai 1862 auf Gut Lipienken, Kreis Schwetz; † 11. Januar 1930)[1] war Landwirt und Mitglied des Deutschen Reichstags.

LebenBearbeiten

Julian von Saß-Jaworski besuchte die Kleinschule in Danzig und das Collegium Marianum zu Pelplin, sowie Abiturient des Gymnasiums zu Kulm. Er studierte Landwirtschaft und Nationalökonomie auf den Universitäten und Landwirtschaftlichen Akademien Berlin und Halle von 1882 bis 1888. Danach absolvierte er praktische Lehrjahre in Westpreußen und der Provinz Sachsen. 1888 übernahm er den Familienbesitz (seit 1650), das Rittergut Lipienken, vom Vater, Landschaftsrat und Mitglied des Herrenhauses Johannes von Saß-Jaworski (1789–1865). Diesen Besitz gab er aus Gesundheitsrücksichten im September 1906 auf. Zwischen 1888 und 1906 war er stellvertretender Vorsitzender des landwirtschaftlichen Vereins Schwetz und Leiter des Raiffeisen-Darlehnskassenvereins Jeschewo. Danach war er Privatier in Wilmersdorf.

Von 1897 bis 1898 und von 1907 bis 1912 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Marienwerder 5 (Schwetz) und die Polnische Fraktion. Zwischen 1908 und 1918 war er auch Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, in dem er den Wahlkreis Regierungsbezirk Posen 8 (Jarotschin - Koschmin - Pleschen - Krotoschin) vertrat.[2]

AnmerkungenBearbeiten

  1. Julian Sas–Jaworski im polnischen Personendatenbank. Abgerufen am 5. September 2014.
  2. Mann, Bernhard (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867–1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 333 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien: Bd. 3); zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 291–293.

WeblinksBearbeiten