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Johnathan Wendel

US-amerikanischer Profi-Computerspieler
Johnathan Wendel auf der Computex 2007.
Johnathan Wendel auf der E3 2014.

Johnathan Wendel (* 26. Februar 1981, eher bekannt unter seinem Online-Pseudonym Fatal1ty[1]) ist ein ehemaliger professioneller Computerspieler.[1] Er war einer der ersten professionellen Computerspieler der USA und ist heute bis weit über die Landesgrenzen bekannt. Seinen Ruf hat er insbesondere seinen Fähigkeiten in Quake II und Quake III Arena zu verdanken. Er startete 1998 in diversen Turnieren in den USA, der Durchbruch gelang ihm jedoch erst 1999 mit dem Beitritt in die Cyberathlete Professional League (CPL).

KarriereBearbeiten

In Dallas belegte er bei seinem ersten CPL-Auftritt den 3. Platz und verschaffte sich so erstes Ansehen. Kontinuierlich arbeitete er in den Folgewochen und -monaten an seinen Fähigkeiten, um schließlich nach Schweden zu fliegen und sich dort mit den 12 besten Quake-Spielern zu messen. Wendel gewann 18 Spiele in Folge und beendete das Turnier ohne eine einzige Niederlage als Sieger und stieg somit zu einem der besten Quake III-Spieler der Welt auf.

Zwei Monate später trieb es ihn wieder zurück nach Dallas, wo er seinen Titel als mutmaßlich weltbester Quake-Spieler verteidigen sollte und nebenbei 40.000 US-Dollar Preisgeld gewann. Spätestens seit der Titelverteidigung wurde er zu einer festen Größe im E-Sport und über die Jahre bereiste er die Welt, um sich mit anderen Größen der Quake-Szene zu messen.

2004 errang er auf der QuakeCon den mit 25.000 US-Dollar dotierten ersten Platz im Quake-ähnlichen Spiel Doom 3 und stellte seine Klasse erneut unter Beweis. Neben dem Spielen verstand Jonathan Wendel es aber auch, sich noch ein zweites Standbein aufzubauen, falls es mit seiner ProGaming-Karriere enden sollte. Er wird von verschiedenen Sponsoren (Creative Labs, Zalman, Abit etc.) für seine Anwesenheit auf diversen Messen oder Gaming-Events belohnt, was mittlerweile auch dazu führt, dass beispielsweise ein Mainboard-Hersteller eine Produktreihe mit seinem Namen (engl. Brand) führt. Zu nennen wären zum Beispiel das Fatal1ty AN8 Mainboard von Abit sowie ein Headset und bestimmte X-Fi Soundkartenversionen (z. B. die X-Fi XtremeGamer Fatal1ty Pro Series) von Creative. Auch Nvidia bot zwischenzeitlich Grafikkarten an, die den Namen von Fatal1ty trugen. Auch Bekleidungsstücke mit Wendels Logo (ein futuristisch gestaltetes F) sind auf dem Markt erhältlich.

Im November 2004 hatte Wendel erneut die Chance, E-Sport-Geschichte zu schreiben. Den bis dato höchsten Gewinn von 125.000 US-Dollar gab es im Finale des nach ihm von seinem Sponsor benannten ACON Fatal1ty Shootout in China zu gewinnen, jedoch scheiterte Wendel im besagten Finale an dem 21-jährigen Chinesen Meng „RocketBoy“ Yang (mit 4:26). Dennoch wertete Wendel das Event in China als einen großen Erfolg, da er mit seinem Sponsor den E-Sport in China damit ungemein vorantreiben konnte.

Am 16. Mai 2005 widmete ihm das renommierte Time Magazine eine Reportage.

Mit seinem Sieg bei der CPL Summer 2005 in Painkiller schaffte Fatal1ty, was noch keinem Spieler vor ihm gelungen war: vier CPL-Titel in vier unterschiedlichen Spielen. Er errang den Titel in Quake III Arena, Unreal Tournament 2003, Alien vs. Predator 2 und Painkiller. Am 22. November 2005 gewann er schließlich die Grand Finals der CPL World Tour in Painkiller, was ihm ein Preisgeld von 150.000 US-Dollar bescherte.

Sportreporter Peter Schrager ernannte Wendel in einem Artikel auf FOXsports.com im November 2005 zur Nummer Zwei der gefürchtetsten Sportler, direkt nach Mike Tyson.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b 20 Richest E-sports Players. In: Peta Movies - All Facts And News You Need To Know. 26. April 2016, abgerufen am 22. Juli 2019 (amerikanisches Englisch).