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Johannes Emil Kuntze

deutscher Jurist und Hochschullehrer
Johannes Emil Kuntze

Johannes Emil Kuntze (* 25. November 1824 in Grimma; † 11. Februar 1894 in Leipzig) war ein deutscher Jurist und Hochschullehrer.

LebenBearbeiten

Er war ein Sohn des Lehrers Johannes Gottlieb Kuntze und dessen Ehefrau Emilie geb. Fechner in Grimma. Der Politiker Oskar Theodor Kuntze war ein jüngerer Bruder von ihm. Seit 1834 wurde Kuntze von seinem Onkel Gustav Theodor Fechner erzogen.[1] Von 1843 bis 1847 studierte Kuntze Jura in Leipzig. In der Zeit von 1847 bis 1851 betätigte er sich als Notar in Paris.

Am 23. Oktober 1851 wurde Kuntze mit der Schrift „In obligationibus bilaterlibus ad utrum contrahentium obligationis periculum pertineat?“ promoviert; noch im selben Jahr habilitierte er sich in Leipzig mit der Arbeit „In systemate juris civilis hodierni doctrina de jure tutelae num juri obligationum adscribenda sit?“ und wurde 1856 außerordentlicher, 1869 ordentlicher Professor der Rechte.[2] Der Jurist war Mitbegründer der Inneren Mission Leipzig.[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Der Wendepunkt der Rechtswissenschaft, ein Beitrag zur Orientierung über den gegenwärtigen Stand und Zielpunkt derselben, Leipzig 1856
  • Die Obligation und die Singularsuccession des römischen und heutigen Rechts (Leipz. 1856)
  • Der Wendepunkt der Rechtswissenschaft (das. 1856)
  • Die Lehre von den Inhaberpapieren (das. 1857)
  • Das Jus respondendi in unsrer Zeit (das. 1858);
  • Deutsches Wechselrecht (das. 1862)
  • Über die Todesstrafe (das. 1868)
  • Institutionen und Geschichte des römischen Rechts (das. 1869, 2 Bde.; 2. Aufl. 1879–80)
  • Cursus des römischen Rechts, Berlin 1879
  • Die Obligationen im römischen und heutigen Recht und das Jus extraordinarium der römischen Kaiserzeit (das. 1886)
  • Zur Besitzlehre. Für und wider R. v. Ihering (das. 1890)
  • Prolegomena zur Geschichte Roms (das. 1882)
  • Römische Bilder aus alter und neuer Zeit (das. 1883)
  • Gustav Theodor Fechner. Ein deutsches Gelehrtenleben (das. 1892)

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten