Jakob Ferdinand Schreiber

deutscher Verleger
Jakob Ferdinand Schreiber

Jakob Friedrich Ferdinand Schreiber (* 6. Februar 1809 in Ulm; † 28. Oktober 1867) war ein deutscher Verleger und der Gründer des bekannten Kinderbuchverlages J. F. Schreiber.

LebenBearbeiten

Als Jakob drei Jahre alt war, starben seine Eltern und er kam in das Militärwaisenhaus in Stuttgart. In der lithographischen Werkstätte Georg Ebners wurde er zum Lithographen ausgebildet.

Jakob Ferdinand Schreiber kam 1831 mit einer guten Ausbildung und 44 lithographischen Steinplatten nach Esslingen am Neckar. Noch im gleichen Jahr heiratete er dort die wohlhabende Bürgerstochter Maria Karoline König und gründete eine lithographische Anstalt.

Zu Beginn wurden Kunstblätter zum Beispiel mit Teilansichten Esslingens und seiner Umgebung gedruckt. Bald jedoch entstanden Anschauungsbogen mit religiösen Motiven (so genannte Holgen) und Drucke mit naturwissenschaftlichen Inhalten für Kinder, was dem noch jungen Verlag einen großen Erfolg bescherte.

Ab 1833 wurden farbige Illustrationen für Lehrbücher angefertigt. Die ersten Kinderbücher erschienen 1840.

1864 wurde Jakob Ferdinand Schreiber von König Wilhelm I. (Württemberg) oder König Karl (Württemberg) die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Das Ehepaar Schreiber hatte zwei Söhne, Ferdinand und Max. Die Tochter Rosa Pauline Karoline heiratete 1869 den Musiker Christian Fink.

LiteraturBearbeiten

  • Borst, Otto: Ein Stück Deutscher Kulturgeschichte – dem Verlag J.F.Schreiber zum einhundertfünfzigsten Geburtstag. Esslingen: J.F.Schreiber, 1981.

WeblinksBearbeiten