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JŽ-Baureihe 461

Lokomotivbaureihe der Jugoslovenske Železnice
JŽ-Baureihe 461
ZCG461-031 Bijelo Polje.jpg
Anzahl: 103
Hersteller: Electroputere
Baujahr(e): 1971–1973; 1978–1980
Achsformel: CoCo
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Dauerleistung: 5400 kW
Stromsystem: 25 kV 50 Hz ~
Stromübertragung: Stromleitung

Die JŽ-Baureihe 461 ist eine schwere elektrische Lokomotive für Personen- und Güterzüge der ehemaligen Jugoslovenske Železnice (JŽ), deren Konstruktion auf der der CFR-Baureihe 060 EA beruht.

GeschichteBearbeiten

Die insgesamt 103 Fahrzeuge, welche vom rumänischen Produzenten Electroputere stammen und auf Plänen des schwedischen Herstellers ASEA basieren wurden für den Einsatz vor schweren Zügen und vor allem für den Einsatz auf Bahnstrecken mit starken Steigungen gedacht, welche sich im Balkan z. B. in der Bahnstrecke Belgrad–Bar, einem Jugoslawischen Neubauprojekt finden lassen können. Die Lokomotiven wurden in zwei Bauserien geliefert. Die erste als JŽ 461-0 bezeichnete Bauserie, welche 45 von 1971 bis 1973 dem Verkehr übergebenen Fahrzeugen umfasst und den 58 als JŽ 461-1 bezeichneten und von 1978 bis 1980 gebauten Fahrzeuge der zweiten Bauserie. Dabei war die erste Bestellung von 45 Lokomotiven speziell für die Erfordernisse der Belgrad-Bar Relation geschehen, die von der ŽTP-Beograd als Träger aller Investitionen in den Neubau bestellt wurden. Es war damit das erste Mal, das die Jugoslawischen Eisenbahnen für eine Neubaustrecke einen eigenen Lokomotivtyp in Auftrag gegeben haben.[1]

Nach dem Zerfall Jugoslawiens zerfiel auch die Jugoslovenske Železnice in mehrere Nachfolgegesellschaften, von denen drei, nämlich die montenegrinische ŽCG, die serbische ŽS und die in Mazedonien tätige Lokomotiven der Baureihe 461 einsetzen. Sie kommen vor Personen- und Güterzügen zum Einsatz. Einige Lokomotiven wurden auch ins Ausland verkauft.

Längst nicht alle gebauten 461 sind heute noch im Betrieb zu finden. Zurückzuführen auf Nachfrageeinbrüche nach der Zerteilung sind etliche Lokomotiven abgestellt und meist als Ersatzteilspender verwendet sowie verschrottet worden. Darüber hinaus sind etliche Fahrzeuge bei Bränden und Unfällen zerstört worden. Weiterhin bilden sie aber ein wichtiges Rückgrat des Schienenverkehres in den betroffenen Ländern und stellen die nahezu einzige Lokomotivgattung auf der Bahnstrecke Belgrad–Bar dar, welche auch ihr Haupteinsatzgebiet ist.

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vidosav Novaković & Zoran Borčević 1972: Oni su gradili prugu. In Dragoljub Stojanović (Hrsg.) 1972: Beograd-Bar: Novinsko-Izdavačko Preduzeče Duga. S. 133–178. Hier S. 173