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Jürgen Seul

deutscher Lektor, Redakteur und Autor

Jürgen Seul (* 1962 in Ahrweiler) ist ein deutscher Lektor, Redakteur und Autor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Seul studierte bis 1994 Rechtswissenschaft, Literaturwissenschaften und Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Es folgten anschließend zunächst eine Mitarbeit im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bad Godesberg sowie das Rechtsreferendariat am Oberlandesgericht Düsseldorf. Nach einer selbstständigen Rechtsanwaltstätigkeit wechselte er 2002 in die Verlagsbranche, wo er mehrere Jahre als Lektor und Redakteur für mehrere Verlage tätig war. Seit 2009 ist der Jurist als Freier Publizist tätig.

Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit betrifft in Nachfolge der Arbeiten von Erich Wulffen die Aufarbeitung der juristischen Aspekte in Leben und Werk von Schriftstellern wie Karl May, Jules Verne, Ludwig Thoma und anderen. Ergebnis dieser Forschungsarbeiten sind Publikationen wie „Old Shatterhand vor Gericht“ (2009), „Ludwig Thoma für Juristen“ (2010) und „Wo sind die Buddenbrooks?“ (2010) sowie eine Artikelreihe im Feuilleton des Magazins „Legal Tribune ONLINE“ [1]. Daneben erscheinen regelmäßig Beiträge Seuls im Magazin für Literatur und Zeitkritik „Glanz & Elend“ [2].

Der Jurist ist Mitglied zweier literarischer Vereinigungen, der Karl-May-Gesellschaft (1992) und der Hans-Fallada-Gesellschaft (2015).

Der bekannte Strafrechtsprofessor Claus Roxin beauftragte Seul 1996 mit der Herausgabe einer Juristischen Schriftenreihe der Karl-May-Gesellschaft. Es handelt sich dabei um die im deutschen Kulturraum einzige einem Schriftsteller gewidmete juristische Publikationsreihe [3]. Innerhalb dieser Publikationsreihe konnte Seul die vielfältigen Kampagnen des Journalisten Rudolf Lebius (1868–1946) nachweisen, mit dem sich May in seinem letzten Lebensjahrzehnt vornehmlich auseinandersetzen musste.

2009–2010 war Seul auch als Redakteur der Zeitung „Nautilus“, herausgegeben durch den deutschen Jules-Verne-Club, tätig.

Weiterführende LiteraturBearbeiten

  • Rudolf Lebius: Briefe an Konrad Haenisch. Aus dem Leben eines sozialdemokratischen Journalisten. Beiträge zur Rudolf-Lebius-Forschung. Band 1. (als Herausgeber). Verlag ePubli, Berlin 2018.
  • Erich Wulffen – Karl Mays Inferno. Eine rechtshistorische Biografie (zusammen mit Albrecht Götz von Olenhusen als Herausgeber). Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul 2017, ISBN 978-3-943889-66-6.
  • Erich Wulffen – Zwischen Kunst und Verbrechen: Kriminalpsychologische Aufsätze und Essays (zusammen mit Albrecht Götz von Olenhusen als Herausgeber). Elektrischer Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-7802-0561-2.
  • Alles zum gesetzlichen Mindestlohn. Interna Verlags GmbH, Bonn 2014, ISBN 978-3-940931-33-7.
  • Alles zur Grundsteuer. Interna Verlags GmbH, Bonn 2014, ISBN 978-3-939397-94-6.
  • 100 Jahre Karl-May-Verlag. In: 100 Jahre Karl-May-Verlag. Verlagsarbeit für Karl May und sein Werk (1913–2013) (zusammen mit Bernhard Schmid als Herausgeber). Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul 2013
  • Karl Mays Zivilprozesse und Honorare – Die Aufstiegsjahre 1887–1891 Juristische Schriftenreihe der Karl-May-Gesellschaft, Band 5. Hrsg. von Ruprecht Gammler und Jürgen Seul. Hansa Verlag, Husum 2013
  • Karl May und Co. Gesammelte Aufsätze aus Glanz und Elend u. a., Verlag ePubli GmbH, Berlin 2012
  • Ludwig Thoma für Juristen. Reihe Satire & Recht Band 1, Verlag Medien und Recht, München 2010
  • Wo sind die Buddenbrooks?. Und andere juristische Anekdoten aus der Weltliteratur. Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln 2010
  • Old Shatterhand vor Gericht. Die 100 Prozesse des Schriftstellers Karl May. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul 2009
  • Surfen am Arbeitsplatz. Rechtsfolgen privater Telefon- und Internet-Nutzung. Medienrecht & Medienwissenschaft, Band 2. Co-Autorin Silvia Bader. Hrsg. von Albrecht Götz von Olenhusen und Heinz Wittmann. Verlag Medien und Recht, München 2009
  • Rudolf Lebius ./. Karl May – Die Lu-Fritsch-Affäre. Juristische Schriftenreihe der Karl-May-Gesellschaft, Band 3. Hrsg. von Ruprecht Gammler und Jürgen Seul. Hansa Verlag, Husum 2009
  • Erich Wulffen: Kriminalpsychologie und Psychopathologie in Schillers Räubern. Hrsg. von Thomas Vormbaum. Abteilung 6: Recht in der Kunst – Kunst im Recht, Band 32, Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2007
  • Der Traum eines Gefangenen. Justizgeschichten im Werk Karl Mays. Hansa Verlag, Husum 2007
  • Karl May und Rudolf Lebius – Die Dresdner Prozesse. Juristische Schriftenreihe der Karl-May-Gesellschaft, Band 4. Hrsg. von Ruprecht Gammler und Jürgen Seul. Hansa Verlag, Husum 2004
  • Das Recht des Architekten. Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2002
  • Karl May im Urteil der Frankfurter Zeitung. Band 3. Hrsg. von der Karl-May-Gesellschaft. Hansa Verlag, Husum 2001
  • Rudolf Lebius ./. Karl May: Die Lu-Fritsch-Affäre. Juristische Schriftenreihe der Karl-May-Gesellschaft, Band 3. Hrsg. von Jürgen Seul. Bad Neuenahr-Ahrweiler 1999
  • Karl May ./. Dr. Alban Frisch & Wilhelm Lippacher. Juristische Schriftenreihe der Karl-May-Gesellschaft, Band 2. Hrsg. von Jürgen Seul. Bad Neuenahr-Ahrweiler 1997
  • Karl May ./. Emil Horn. Juristische Schriftenreihe der Karl-May-Gesellschaft, Band 1. Hrsg. von Jürgen Seul. 66 Seiten, broschürt. Ahrweiler 1996
  • Karl May, Lebius und der „Vorwärts“. Die Geschichte und Hintergründe einer wechselvollen Auseinandersetzung in der Zeit zwischen 1904 und 1914 im Spiegel des „Vorwärts“. Tectum Verlag, Marburg 1996

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1]
  2. [2]
  3. Karl May–Gesellschaft