Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

Institut zu Überprüfung von Bildungsstandards

Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) ist ein 2004 gegründetes An-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.[1] Zentrale Aufgabe des IQB ist die Weiterentwicklung, Operationalisierung, Normierung und Überprüfung von Bildungsstandards. Es ist eine wissenschaftliche Einrichtung der deutschen Bundesländer.

Besondere Bedeutung erlangte das Institut, nachdem die Kultusministerkonferenz im März 2012 beschlossen hatte, dass ab 2017 bundesweit alle Abiturprüfungen aus einem gemeinsamen Pool stammen sollen. Das IQB wurde beauftragt, diesen Pool zu entwickeln.

Direktorin ist (Stand: Januar 2019) Petra Stanat.

Bildungstrend (ehemals „Ländervergleich“)Bearbeiten

Im Rahmen ihrer Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring hat die Kultusministerkonferenz die regelmäßige Durchführung von Ländervergleichen beschlossen. Ziel der Ländervergleichsstudien ist es festzustellen, inwieweit Schülerinnen und Schüler in Deutschland die für alle Länder verbindlichen Bildungsstandards erreichen und in welchen Bereichen Steuerungsbedarf besteht. Die entsprechenden Erhebungen finden im Bereich der Primarstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik alle fünf Jahre, im Bereich der Sekundarstufe I alternierend in den Fächergruppen Deutsch, Englisch und Französisch einerseits sowie Mathematik, Biologie, Chemie und Physik andererseits alle drei Jahre statt.

VERA (Vergleichsarbeiten in der Schule)Bearbeiten

Der Name VERA steht für Vergleichsarbeiten in der 3. und 8. Jahrgangsstufe (VERA-3 bzw. VERA-8). Vergleichsarbeiten sind schriftliche Arbeiten in Form von Tests, die flächendeckend und jahrgangsbezogen untersuchen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben. Das IQB koordiniert die Entwicklung des Testmaterials für VERA (Vergleichsarbeiten in der Schule), erprobt das Material und stellt es in Testheften zusammen.

AbituraufgabenBearbeiten

Die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder beschloss 2012, einen bundesweiten Pool für Abitur-Prüfungsaufgaben aufzubauen. Dieser Aufgabenpool soll bundesweit gleiche Anforderungen in den Abiturprüfungen ermöglichen. Teil des Auftrags des IQB im Rahmen des Projekts ist die Evaluation des Einsatzes von Aufgaben der Pools. Sie soll zu einer größeren Vergleichbarkeit der mit den Abiturprüfungen der Länder verbundenen Anforderungen und zur Sicherung der Qualität der Aufgaben der Pools beitragen. Dazu wurde zum Prüfungsjahr 2017 erstmals eine formative Evaluation zur Nutzung der Abituraufgabenpools und zur Verwendung der Aufgaben in den Ländern durchgeführt.

Forschung am IQBBearbeiten

Das IQB wurde als An-Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt, um auf Basis wissenschaftlicher Unabhängigkeit Serviceaufgaben für die 16 Länder in der Bundesrepublik Deutschland zu erbringen. Die Wahrnehmung dieser wissenschaftlichen Serviceaufgaben erfordert Forschungsaktivitäten, die sich in drei übergeordnete Forschungsbereiche einordnen lassen:

  • Forschung zur Optimierung von Instrumenten und Analyseverfahren des IQB
  • Forschung zur Nutzbarkeit und Nutzung der Instrumente und Rückmeldeverfahren des IQB
  • Inhaltliche Themenfelder, die aus Sicht der Länder von besonderem Interesse sind, z. B. Umgang mit Heterogenität

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. siehe Liste der An-Institute der HU unter Archivlink (Memento des Originals vom 30. Januar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hu-berlin.de