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Die Inline-Skaterhockey Deutschland (ISHD) ist die Sportkommission für Inline-Skaterhockey des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbands (DRIV). Die ISHD ist offizielles Mitglied in der International Inline Skater Hockey Federation (IISHF) und stellt die Nationalmannschaft des DRIV.

Inline-Skaterhockey Deutschland
Logo des ISHD
Gründungsdatum/-jahr 1987
Vorsitzender Ingo Goerke
Vereine 125[1]
Mitglieder 8.500[1]
Verbandssitz Frankfurt am Main, Geschäftsstelle in Köln
Homepage www.ishd.de

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die erste Vorläuferorganisation war die 1983 gegründete Rheinlandliga. 1985 folgte die Gründung der 'Fachsparte Skaterhockey' im Rollsportverband Nordrhein-Westfalen mit Aufnahme des Spielbetriebs in zwei Ligen. Zwei Jahre später gründete der „Deutsche Rollsport-Verband“ (DRB) die 'Fachsparte Skaterhockey' (FSH), in der neben Nordrhein-Westfalen die Landesverbände von Berlin, Hamburg und Bayern Mitglied werden. Im selben Jahr werden erstmals die deutschen Meisterschaften in den Altersklassen Herren und Junioren als auch ein bundesweiter Pokalwettbewerb ausgetragen.

Nachdem in den Folgejahren auch die Deutschen Meisterschaften für Damen wie für Schüler ausgetragen wurden, wird 1996 die 1. Herren-Bundesliga gegründet[2] und die erste Nationalmannschaft gebildet. Im Jahr 1995 beginnen die ersten Spieler mit Inline-Skates und die erste internationale Begegnung zwischen England und Deutschland findet in England statt.

Im Jahr 1997 wird, bedingt durch den zunehmenden Anteil der Inlineskater, die 'Fachsparte Skaterhockey' in „Inline-Skaterhockey Deutschland“ (ISHD) umbenannt. Es finden die ersten Inline-Skater-Europameisterschaften in den Spielklassen Herren, Damen und Junioren statt. Im Jahr 2000 gibt es bundesweit 25 Ligen.

VorsitzendeBearbeiten

  • 1987–1997 Norbert Demmer (Neuss)
  • 1997 – heute Ingo Goerke (Pulheim)

EntwicklungBearbeiten

Jahr Vereine Teams Mitglieder
1983 3 3 40
1985 10 14 200
1990 30 50 1.000
1995 70 120 3.000
2000 90 200 5.000
2005 100 240 7.000
2007 110 260 7.500
2010 110 260 7.500
2015 120 270 8.000
2016 114
2017 125 280 8.500

LigabetriebBearbeiten

Hauptartikel: Inline-Skaterhockey-Bundesliga

In der ISHD wird zurzeit in drei Herren-Bundesligen gespielt. Es gibt die 1. Bundesliga sowie die 2. Bundesliga, welche in Nord und Süd aufgeteilt wurde. Des Weiteren gibt es eine 1. Damenliga und zwei 2. Damen-Bundesligen (Nord und Süd). Im Herrenbereich folgen nach der 1. und 2. Bundesliga fünf Regionalligen wovon die ISHD die Ligen Nord, Mitte, West, Süd-West selber organisiert, während die Regionalliga Süd-Ost vom Bayerischen Rollsport- und Inline Verband (BRIV) betreut wird.

Weiterhin organisiert die ISHD aus geschichtlichen Gründen noch die drei NRW-Landesligen (Niederrhein, Rheinland, Westfalen), die 1. Juniorenliga West, die 1. Jugendliga West, die 1. Schülerliga und die weiteren Nachwuchsligen.[3]

Die regionalen Ligen unterhalb der Bundesligen außerhalb von NRW werden von den weiteren Regionalverbänden organisiert:

  • Bayern: BRIV (Bayerischer Rollsport- und Inline-Verband); Regionalliga Süd-Ost, zwei Oberligen (Nord und Süd) und vier Landesligen (Nord, Mitte, Schwaben und Allgäu)
  • Ostdeutschland: BISHL (Berliner Inline-Skaterhockey Liga); Regionalliga Ost, Landesliga und Jugend-, Schüler-, Bambiniliga
  • Hamburg: Hamburger Eis- und Rollsport Verband (HERV)
  • Niedersachsen: Niedersächsischer Rollsport- und Inline Verband (NRIV); Verbands- und Nachwuchsligen; Canpro-Cup
  • Südbaden: Südbadischer Rollsport- und Inline Verband (SRIV); Jugend- und Juniorenligen, Schüler- und Jugendcup
  • Württemberg: Württembergischer Rollsport- und Inline Verband (WRIV); Jugend- und Juniorenligen

Bundesliga-AusschussBearbeiten

Im Jahr 2010 wurde zur weiteren professionellen Entwicklung der Herrenbundesliga ein Bundesliga-Ausschuss, bestehend aus Vertretern des ISHD und der Vereine, eingerichtet. Als Ergebnis der ersten Arbeitstagungen wurde eine eingleisige Bundesliga mit zwölf Mannschaften ab 2012 projektiert und für die Saison 2011 festgelegt, dass die Mannschaften auf den ersten fünf Plätzen der Bundesligen Nord und Süd sich automatisch für die neue 1. Bundesliga qualifizieren, während die beiden Sechstplatzierten den einen und die Tabellenführer der 2. Bundesligen den anderen verbliebenen Ligenplatz unter sich ausspielen.[4]

SpielmodusBearbeiten

Im Herren- und Damenbereich wird der Deutsche Meister nach einer Vorrunde, bei der jede Mannschaft in je einem Hin- und einem Rückspiel gegen die anderen Mannschaften antritt, in den sogenannten Play-Offs im Modus 'Best of Three' ausgespielt.

In den Junioren-, Jugend- und Schülerbereichen treten die Finalisten der jeweiligen Landesverbände in einem Endturnier gegeneinander an, wo der Deutsche Meister ausgespielt wird. Bei den Bambini wird kein deutscher Meister ausgespielt.

PokalBearbeiten

Hauptartikel: Deutscher Inline-Skaterhockey-Pokal

In allen Spielklassen oberhalb der Bambini (U10) wird jährlich der ISHD-Pokal ausgespielt; traditionell finden die Pokalendspiele an einem Tag im Dezember an einem gemeinsamen Spielort statt.

Verbände der LänderBearbeiten

  • Baden - Badischer Roll- und Inlinesport Verband (BRISV)
  • Bayern - Bayerischer Rollsport- und Inline Verband (BRIV)
  • Berlin - Berliner Inline-Skaterhockey Liga (BISHL)
  • Hamburg - Hamburger Eis- und Rollsport Verband (HERV)
  • Hessen - Hessischer Rollsport und Inline Verband (HRIV)
  • Niedersachsen - Niedersächsischer Rollsport- und Inline Verband (NRIV)
  • Nordrhein-Westfalen - Rollsport- und Inline Verband Nordrhein-Westfalen (RIV) aber aus historischen Gründen komplett unter ISHD Verwaltung
  • Schleswig-Holstein - Rollsport- und Inline Verband Schleswig-Holstein (RIVSH)
  • Südbaden - Südbadischer Rollsport- und Inline Verband (SRIV)
  • Württemberg - Württembergischer Rollsport- und Inline Verband (WRIV)

LigeneinteilungBearbeiten

Die ISHD zählt ca. 110 registrierte Vereine aus ganz Deutschland (2014).

HerrenBearbeiten

1. Bundesliga

Bissendorfer Panther • Crash Eagles Kaarst • Düsseldorf Rams • Duisburg Ducks • HC Köln-West Rheinos  • Highlander Lüdenscheid • IHC Atting  • TGW Kassel Wizards • Samurai Iserlohn • SHC Rockets Essen • Uedesheim Chiefs • TV Augsburg

2. Bundesliga
Nord Süd

Berlin Buffalos • Commanders Velbert • Mendener Mambas • Miners Oberhausen • Crefelder SC • SG Langenfeld Devils • Sauerland Steel Bulls

Badgers Spaichingen •IVA Rhein Main Patriots•RRV Bad Friedrichshall• Deggendorf Pflanz• HC Merdingen• Freiburg Beasts• TSV Schwabmünchen Mammuts

Regionalliga
Nord Mitte West Süd-West Süd-Ost* Ost**

Bissendorfer Panther II • Empelde Maddogs • Hannover Hurricanez II • Holtenau Huskies • Rostocker Nasenbären II • Salt City Boars Lüneburg II • TSG Bergedorf Lizards

Ahauser Maidy Dogs • DW Kassel Wizards II • Fireballs Sterkrade • Highlander Lüdenscheid II • Mendener Mambas • Mustangs Waltrop • Piranhas Oberhausen • Samurai Iserlohn II • SHC Rockets Essen II

Bochum Lakers • Bockumer Bulldogs • Düsseldorf Rams II • Fortuna Bonn Thunder • GSG Nord • HC Köln-West Rheinos II • Kerpen Barracudas • Pulheim Vipers I • Uedesheim Chiefs II

Abstatt Vipers • HC Merdingen • Hotdogs Bräunlingen • IHC Landau • IVA Rhein Main Patriots II • RRV Bad Friedrichshall

Donau Crocodiles • ERC Ingolstadt Lumberjacks  • Nürnberg Knights • TG Höchstadt/Erlangen Gaylords • TSV Bernhardswald • TSV Turmfalken Neubeuern • TV Augsburg II

Berlin Bravehearts • ECC Preussen Berlin • EHC Turtels Berlin • Eissport- und Schlittschuh-Club 2007 Berlin • Pleiszegeier Leipzig • Polarstern Potsdam • Powerkrauts Berlin • Red Devils Berlin • Spreewölfe Berlin • TUS Hohenschönhausen

* Die Regionalliga Süd-Ost wird vom Bayerischen Rollsport- und Inline-Verband (BRIV) organisiert. Die Teilnehmer gehören damit, wie auch die Teilnehmer der unteren Ligen anderer Regionalverbände, nicht direkt zur ISHD.

** Die Regionalliga Ost wird von der Berliner Inline-Skaterhockey Liga (BISHL) organisiert und ist in zwei Staffeln aufgeteilt.

Landesliga
Niederrhein Rheinland Westfalen Hamburg*** Niedersachsen**** Bayern***** Süd-West*****

Bockumer Bulldogs III • Commanders Velbert II • Crash Eagles Kaarst II • Crefelder SC III • Duisburg Ducks III • Düsseldorf Flyers • Düsseldorf Rams III • SG Langenfeld Devils II • TV Anrath 99ers I

Crefelder SC IV • Fortuna Bonn Thunder II • HC Köln-West Rheinos III • Hilden Flames • Kerpen Barracudas II • Monheim Skunks • RSC Aachen • SG Langenfeld Devils III • TV Anrath 99ers II

Bochum Lakers II • HCT Hemer Dragons • Mendener Mambas II • Neheim Blackhawks • Samurai Iserlohn III • Sauerland Steel Bulls II • SHC Rockets Essen III • TV Paderborn

Eckernförder MTV Pirates • Hamburg Hawks • Hamburg Sharks • Holtenau Huskies II • HNT Flames • HSV North Stars • Neumünster Diablos • Salt City Boars Lüneburg II • Schlutrup Stichlinge • SVNA Dynamics Hamburg • TSG Bergedorf Lizards

Dukes Celle • Engelbostel Devils II • Hannover Hotshots • Maddogs Empelde • Mandelsloh Knights • Pumpkins Oldenburg

Deggendorf Pflanz II • Donau Crocodiles II • ERC Ingolstadt II & III • ERCS Bamberg Fuzzy Deadshots • EV Allgäu Amigos Marktoberdorf • FfEN Königsbrunn Känguruhs • ISV Dillingen Stingrays II • Skater Union Augsburg • TG Höchstadt/Erlangen Pink Skunks II • TSV Pleystein Piranhas II • TSV Schwabmünchen Mammuts II • TV Augsburg III • VfR Angerlohe München

Dragons Heilbronns II • Freiburg Beasts II • HC Merdingen II • Nimburg Crocodiles • RRV Bad Friedrichshall II • RSC Bulls Bahlingen • SV Winnenden II

*** Die Landesliga Hamburg wird vom Hamburger Eis- und Rollsport Verband (HERV) organisiert.

**** Die Landesliga Niedersachsen wird vom Niedersächsischen Rollsport- und Inline Verband (NRIV) organisiert.

***** Die Landesliga Bayern wird vom Bayerischen Rollsport- und Inline Verband (BRIV) organisiert und ist in eine Nord- und Südstaffel unterteilt.

****** Die Landesliga Süd-West wird vom Südbadischen Rollsport- und Inline Verband (SRIV) organisiert.

DamenBearbeiten

1. Damenliga

Crash Eagles Kaarst • Dragons Heilbronn •• Düsseldorf Rams • IVA Rhein Main Patriots • Mendener Mambas • SG Langenfeld Devils • Spreewölfe Berlin

2. Damenliga

Ahauser Maidy Dogs  • Bissendorfer Panther • Bochum Lakers • Bockumer Bulldogs • Brakel Blitz • Freiburg Beasts • Highlander Lüdenscheid • Samurai Iserlohn

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Mitgliedszahlen (gerundet). (PDF; 1,6 MB) Inline-Skaterhockey Deutschland, abgerufen am 25. April 2018.
  2. Downloadbereich der Homepage der Crash Eagles Kaarst
  3. Ligaübersicht des ISHD (Memento vom 29. Januar 2010 im Internet Archive)
  4. Bundesliga-Ausschuss (Memento vom 13. März 2016 im Internet Archive)

WeblinksBearbeiten