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Impfkalender

altersabhaengig empfohlene Schutzimpfungen

Ein Impfkalender oder ein Impfplan listet empfehlenswerte Impfungen, basierend auf dem Alter des Menschen, auf.

EuropaBearbeiten

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In Europa gibt es je nach Land unterschiedliche Impf-Empfehlungen.

Vergleich ausgewählter Impfempfehlungen in Westeuropa
Impfbeginn/ -zeitpunkt in Monaten M (Anzahl Impfungen), Jahren J
(Stand: Mai 2017)[1]
Land TBC Rota Tetanus, Diphtherie, Pertussis Hib Polio Hepatitis B Pneumo­kokken Meningo­kokken B Meningo­kokken C Masern, Mumps, Röteln Varizellen Influenza HPV (für Mädchen)
Dänemark - - 3 M
(3 Impfungen)
3 M
(3 Impfungen)
3 M
(3 Impfungen)
unklar 3 M
(3 Impfungen), 65 J
- - 15 M
(2. Impfung mit 3 Jahren)
- 65 J 12 J
Deutschland - 1 M
(2 oder 3 Impfungen)
2 M
(4 Impfungen), alle 10 J
2 M
(4 Impfungen)
2 M
(4 Impfungen)
2 M
(4 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen), 60 J
- 12 M 11–14 M
(2. Impfung mit 15–23 M)
11–14 M
(2. Impfung mit 15–23 M)
60 J 9 J
Frankreich - - 2 M
(3 Impfungen), alle 20 J
2 M
(3 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen), alle 20 J
2 M
(3 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen)
- 5 M 12 M, (6 J) 65 J 65 J 11 J
Griechenland 4 J 2 M 2 M
(4 Impfungen)
2 M
(4 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen)
2 M
(4 Impfungen), 50 J
- 2 M
(3 Impfungen)
12 M
(2. Impfung mit 4 Jahren)
12 M
(2. Impfung mit 4 Jahren), 60 J
60 J 11 J
Italien - 2 M 2 M
(3 Impfungen), alle 10 J
2 M
(3 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen), 65 J
2 M
(4 Impfungen)
12 M 12 M
(2. Impfung mit 5 Jahren)
12 M
(2. Impfung mit 5 Jahren), 65 J
65 J 11 J
Norwegen - 1 M 3 M
(3 Impfungen)
3 M
(3 Impfungen)
3 M
(3 Impfungen)
3 M
(3 Impfungen)
3 M
(3 Impfungen), (65 J)
- - 15 M
(2. Impfung mit 11 Jahren)
- 65 J 12 J
Österreich - 1 M 2 M
(3 Impfungen), 6 J, dann alle 10 J, später alle 5 J
2 M
(3 Impfungen)
2 M
(3 Impfungen), (6 J)
2 M
(3 Impfungen), alle 10 J, später alle 5 J
2 M
(3 Impfungen), 50 J
2 M
(4 Impfungen)
12 M, 11 J 9 M, (6 J) 12 M, (8 J), 50 J (6 M), jährlich 9 J
Schweden - - 3 M
(3 Impfungen), alle 20 J
3 M
(3 Impfungen)
3 M
(3 Impfungen)
- 3 M
(3 Impfungen), 65 J
- - 18 M, 6 J - 65 J 10 J
Schweiz - - 2 M
(4 Impfungen), alle 20 J
2 M
(4 Impfungen)
2 M
(4 Impfungen)
11 J (2 M
(3 Impfungen))
- (12 M), (11 J) 12 M - 65 J 11 J

DeutschlandBearbeiten

Im Impfkalender der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) (letzter Stand 25. August 2014 aus dem Epidemiologischen Bulletin Nr. 34/14) werden folgende Impfungen empfohlen (Altersangaben jeweils in vollendeten Monaten beziehungsweise Jahren):

Termin Impfung
unmittelbar nach der Geburt simultane Hepatitis-B-Impfung für Kinder an Hepatitis B erkrankter Mütter
2 Monate Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b, Polio, Hepatitis B, Pneumokokken, Rotavirus
3 Monate Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b1, Polio1, Hepatitis B1, Pneumokokken
4 Monate Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b, Polio, Hepatitis B, Pneumokokken
11–14 Monate Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Haemophilus influenzae Typ b, Polio, Hepatitis B, Pneumokokken, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Meningokokken (ab dem vollendeten 12. Monat)
15–23 Monate Masern, Mumps, Röteln, Windpocken
5–6 Jahre Tetanus-, Diphtherie- und Pertussis-Auffrischung
9–17 Jahre Tetanus-, Diphtherie-, Pertussis- und Polio-Auffrischung, gegebenenfalls Komplettierung des Hepatitis-B-Impfschutzes
9–17 Jahre Humane Papillomviren für Mädchen
ab 18 Jahren alle 10 Jahre Tetanus- und Diphtherie-Auffrischung, bei der nächsten Tetanus-Diphtherie-Auffrischung einmalig in Kombination mit Pertussis
Erwachsene Jahrgang 1970 und jünger Masern-Impfung (mit Masern/Mumps/Röteln-Impfstoff), wenn in der Kindheit nur einmal oder gar nicht geimpft wurde
über 60 Jahre Influenza jährlich; Pneumokokken einmalig, Auffrischungen bei Sonderindikationen (alle 5 Jahre)

1Bei Anwendung eines monovalenten Impfstoffes kann diese Dosis entfallen.

Um die Zahl der Injektionen gering zu halten, empfiehlt die STIKO die Verwendung von Kombinationsimpfstoffen.

Alle oben genannten von der STIKO empfohlenen Impfungen sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen (nach § 20d SGB V)

ÖsterreichBearbeiten

Der Impfplan Österreich wird in Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Gesundheit und Experten des Nationalen Impfgremiums definiert.

SchweizBearbeiten

Der Schweizerische Impfplan wird von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Swissmedic festgelegt.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

AllgemeinBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

  • Robert Koch-Institut (Hrsg.): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut / Stand: August 2014. In: Epidemiologisches Bulletin. 2014, Nr. 34, Berlin 2014, S. 307 (online).
  • Robert Koch-Institut (Hrsg.): Neuerungen in den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. In: Epidemiologisches Bulletin. 2007, Nr. 31, Berlin 2007, ISSN 1430-0265, S. 287–292 (PDF, 132KB, abgerufen am 6. Mai 2012).
  • Gemeinsamer Bundesausschuss (Hrsg.): Regelung des Anspruches der Versicherten auf Leistungen für Schutzimpfungen gemäß § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 SGB V. 21. Juni 2007 (PDF, 256KB, abgerufen am 8. Oktober 2007).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Steffen Rabe: Vergleich ausgewählter allgemeiner Impfempfehlungen. (PDF; 80 kB) Westeuropa. 18. Mai 2017, abgerufen am 24. Juli 2017.