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„Der Bogenschütze“ von 1935 von Lickfeld im Luisental in Mülheim
„Zusammenbrechender Krieger“ auf dem Mülheimer Ehrenfriedhof

Hermann Lickfeld (* 27. Juni 1898 in Alstaden; † 31. Juli 1941 in Gießen) war ein deutscher Bildhauer.

LebenBearbeiten

Lickfeld stammte aus einer Arbeiterfamilie und arbeitete selbst als Dreher zehn Jahre lang in den Thyssen-Werken.[1] Er lebte im Gebäude der früheren Volksschule im Mülheimer Ortsteil Ickten.[2]

Das Bildwerk Zusammenbrechender Krieger aus dem Jahre 1933 befindet sich als Mahnmal auf der Mülheimer Kriegsgräberanlage am Großen Berg im Uhlenhorst. Das Westfälische Landesmuseum wählte seine Plastik Stehendes Mädchen im Februar 1936 zum Kunstwerk des Monats.[3]

Nach dem Entwurf des Bildhauers Harry Liebmann führte Hermann Lickfeld das Gussmodell des Pioniers am Kriegerdenkmal 1914–18 der rheinischen und westfälischen Pioniere und Verkehrstruppen am Wasserbahnhof aus; das Denkmal wurde am 5. September 1937 feierlich enthüllt.

Im Mai 2011 wurde die Skulptur Der Bogenschütze von 1935 von mutmaßlichen Metalldieben in Mülheim gestohlen und einige Tage später beschädigt wieder aufgefunden. Bereits im Zweiten Weltkrieg war wegen der Metallknappheit die Statue zur Einschmelzung nach Hamburg gebracht worden, wurde aber nach Kriegsende ohne Bogen gefunden und nach Mülheim zurücktransportiert.

Ausstellungen (Auswahl)Bearbeiten

  • 1930: Rheinische Sezession, Jahresausstellung in der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf. Lickfeld beteiligte sich mit seiner Büste Porträt Frau Ey.[4]

Ehrungen und AuszeichnungenBearbeiten

In Mülheim an der Ruhr wurde 1978 die Hermann-Lickfeld-Straße nach ihm benannt.

Seit 2001 gibt es in Mülheim den Hermann-Lickfeld-Förderpreis für Bildende Kunst, der mit 2000 Euro dotiert ist und von einer Jury mit sieben Experten jährlich an einen herausragenden Künstler verliehen wird.

LiteraturBearbeiten

  • Christel Denecke: Hermann Lickfeld. Ausstellungskatalog, Städtisches Museum Mülheim (Ruhr), Ausstellung zum 70. Geburtstag im Foyer des Rathauses vom 31. August – 5. Oktober 1968

Weitere QuellenBearbeiten

  • Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 1623 (Nachlass Hermann Lickfeld)
  • Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 1550 Nr. 111

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten