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Helge Heidemeyer (* 1963 in Remscheid) ist ein deutscher Historiker. Im Juni 2019 wurde er zum neuen Leiter der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ernannt. Damit trat er die Nachfolge von Hubertus Knabe an.

Studium und WerdegangBearbeiten

Heidemeyer hat Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten in Passau und München studiert, wo er 1992 promoviert wurde.

2003 bis 2005 hat er als erster wissenschaftlicher Leiter die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde aufgebaut. Er war von 2008 bis 2019 Leiter der Abteilung für Bildung und Forschung in der Stasiunterlagen-Behörde.[1] Bis 2012 war er Mitglied der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.

Findung und ProfilBearbeiten

Eine Findungskommission hatte dem Rat der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Heidemeyer als neuen Direktor vorgeschlagen. Der Stiftungsrat entschied sich einstimmig für seine Benennung. Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) kommentierte das Votum, er sei sicher, dass der Gedenkstätte damit „eine inhaltliche Entwicklung sowie der dringende Kulturwandel gelingt“. Bundes-Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hob hervor, Heidemeyer stehe für ein Führungsverständnis, „das den besonders hohen Ansprüchen einer Gedenkeinrichtung entspricht, die sich der Bekämpfung des Unrechts und der Wahrung der Menschenrechte verpflichtet sieht“.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dr. Helge Heidemeyer
  2. Alexander Fröhlich: „Helge Heidemeyer soll Stasiopfer-Gedenkstätte leiten“ Der Tagesspiegel, 17. Juni 2019