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Heinrich Freiherr von der Tann, auch Heinrich Friedrich Conrad von und zu der Tann (* 10. Mai 1784 in Fulda; † 8. November 1848 in Waizenbach) war ein deutscher Offizier und Abgeordneter.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

FamilieBearbeiten

Heinrich von der Tann war der Sohn des Oberhofmarschall und Viztum Friedrich Franz von und zu der Tann (* 27. Dezember 1751 in Bad Hersfeld; † 2. Juni 1810 in Fulda)[3] und der Sophie Maria Anna Walpurga Thekla von und zu Eltz (* 16. November 1754 in Mainz; † 1. Juni 1803 in Fulda)[4]. Er hatte noch eine Schwester, Johanna von und zu der Tann (* 1785; † 1863), die später mit dem Generalleutnant Carl Wilhelm Ludwig Hartwig von Both (* 22. Januar 1778; † 1860[5]) aus Ludwigslust verheiratet war.

Er war verheiratet mit Sophie von Rathsamhausen (* 20. Mai 1791 in Buchsweiler; † 2. Dezember 1833 in München), einer Tochter von Samson von Rathsamhausen (* 26. Dezember 1740 in Strasbourg in Frankreich; † 25. September 1819 in Darmstadt) und dessen Ehefrau Sophie Franziska (* 3. April 1767 in Nonnenweier bei Schwanau; † 9. November 1833 in Tann). Gemeinsam hatten sie 6 Kinder:

  • Luise Freiin von der Tann (* 1814 in Darmstadt; † Februar 1822);
  • Ludwig von der Tann-Rathsamhausen, General, Taufpate war König Ludwig I. von Bayern war, den Heinrich von der Tann auf der Universität Göttingen kennen lernte und mit dem er befreundet war;
  • Hugo Karl Ludwig Freiherr von und zu der Tann-Rathsamhausen (* 31. Januar 1817 in Darmstadt; † 20. Juni 1883 in München), Königlich Bayerischer Generalmajor;
  • Rudolph Freiherr von der Tann (* 1820; † 1890), Offizier;
  • Sophie Freiin von der Tann (* 11. Februar 1825 in Tann);
  • Hildegard Freiin von der Tann (* 21. Oktober 1827 in Tann, † 8. März 1835 in Tann) an Scharlach.

LebenBearbeiten

Heinrich von der Tann entstammte einem altadeligen Geschlecht, das an der Reformation von Martin Luther mitwirkte und lebte in seiner Kindheit im Schloss Tann.

Er betrieb juristische und staatswissenschaftliche Studien in Göttingen und wurde in der napoleonischen Zeit unter Großherzog Karl Theodor von Dalberg französischer Präfekt von Hanau. 1813 erfolgte die Ernennung zum Polizeipräfekten des Großherzogtums Frankfurt. Nach Napoleons Sturz verlor der Großherzog Karl Theodor von Dalberg 1814 seine weltliche Herrschaft, dies führte dazu, dass sich Heinrich von der Tann in das Privatleben zurückzog. Er vertrat aber seit dieser Zeit als Abgeordneter der 2. Kammer im Bayerischen Landtags die adligen Gutsbesitzer des Untermainkreises[6].

EhrungenBearbeiten

Er wurde zum Königlich Bayerischen Kämmerer ernannt und war Königlich Bayerischer Oberstleutnant sowie Distriktinspektor der Landwehr.

Er war Träger des Großkreuz des Orden vom Heiligen Michael sowie des Komturkreuz des Ordens vom weißen Falken[7].

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neuer Nekrolog der Deutschen. Voigt, 1850 (google.de [abgerufen am 16. Oktober 2017]).
  2. Tann, Heinrich Friedrich Konrad Freiherr von und zu der. Hessische Biografie. (Stand: Oktober 2017). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. GEDBAS: Friedrich Franz VON UND ZU DER TANN. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 16. Oktober 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/gedbas.genealogy.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. GEDBAS: Sophie Maria Anna Walpurga Thekla VON UND ZU ELTZ. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 16. Oktober 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/gedbas.genealogy.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Carl Maria von Weber Gesamtausgabe: Both, Carl Wilhelm Ludwig Hartwig von. Abgerufen am 16. Oktober 2017.
  6. Genealogisch-historisch-statistischer Almanach: auf das Jahr ... Landes-Industrie-Comptoir, 1835 (google.de [abgerufen am 16. Oktober 2017]).
  7. Intelligenzblatt der Königlich Bayerischen Regierung von Oberbayern: 1840. 1840 (google.de [abgerufen am 16. Oktober 2017]).