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Heiner Halberstadt

deutscher Politiker (Die Linke)

Heiner Halberstadt (* 17. Mai 1928 im Dortmunder Stadtteil Hörde) ist ein deutscher Politiker (Die Linke) in Frankfurt am Main.

BiografieBearbeiten

Halberstadt begann nach dem Schulabschluss eine Ausbildung als Chemielaborant. Der drohenden Einberufung zur Wehrmacht entzog er sich und erlebte das Ende des Zweiten Weltkriegs versteckt in Husum.

Anschließend war er in Frankfurt am Main bis 1955 bei der Deutschen Bundespost tätig, zunächst als Arbeiter, ab 1947 als Beamter. Er übernahm von 1955 bis 1962 die Geschäftsführung des Frankfurter Vereins „Häuser der offenen Tür“. Unter dem Vorwurf kommunistischer Betätigung wurde ihm dort gekündigt, er wurde jedoch als Angestellter ins Stadtbahnbauamt der Stadt Frankfurt übernommen. Dort gehörte er lange Jahre dem Gesamtpersonalrat an und war schließlich von 1989 bis 1992 Referent des Oberbürgermeisters Volker Hauff.

Halberstadt ist einer der Begründer des Frankfurter „Club Voltaire“, der in der Studentenbewegung der 1960er-Jahre einen wichtigen Ort für Veranstaltungen und Diskussionen bot und bis heute bietet.

PolitikBearbeiten

Halberstadt trat 1946 in die SPD ein und wurde 1962 wieder ausgeschlossen. In die Partei wurde er 1972 erneut aufgenommen, trat aber 1995 wieder aus, um einem drohenden Ausschluss zuvorzukommen. In die PDS wurde er 1998 aufgenommen und war für seine Partei von 2001 bis 2006 Stadtverordneter in Frankfurt. Mit der PDS kam er 2007 zur Partei Die Linke.

Als von der Partei „Die Linke“ in Hessen nominierter Vertreter gehörte er 2009 der 13. Bundesversammlung an. Außerdem ist Halberstadt Mitglied des Ältestenrates der Linken.

WeblinksBearbeiten