Heilige Familie (Eichstätt)

Kirchengebäude in der Altmühlstadt Eichstätt in der Kipfenberger Straße 1

Die römisch-katholische Pfarrkirche Heilige Familie in Eichstätt wurde 1965 nach Plänen des Eichstätter Diözesanbauamts unter Leitung von Diözesanbaumeister Karljosef Schattner im Stil des Brutalismus errichtet, wobei Ziegel und Beton, ähnlich wie bei der Kirche Christi Auferstehung in Köln von Gottfried Böhm, verwendet wurden.

Pfarrkirche Heilige Familie in Eichstätt
Kirchengestühl und Orgel
Glockenturm

GeschichteBearbeiten

Die Kirche im Osten von Eichstätt wurde in den Jahren von 1963 bis 1965 in Ziegel-Betonbauweise errichtet. Bischof Alois Brems weihte die Kirche und versah sie mit dem Patrozinium Heilige Familie.

ArchitekturBearbeiten

Der freistehende Glockenturm, der an der Ecke einer belebten Straßenkreuzung steht, ragt architektonisch aus der Umgebung heraus. Vom Straßenniveau gelangt man über eine Treppe auf den tiefer gelegenen Hof, der den Lärm der Straße ausschließt. Das Innere ist schlicht gestaltet und wirkt, als Kontrast zum direkten Autoverkehr, als ein Raum der Ruhe.[1]

ProjektbeteiligteBearbeiten

Die Altarinsel aus Juramarmor, der Tabernakel und die Altar- und Apostelleuchter aus Bronze wurde von Blasius Gerg entworfen. Der Glockengießer Friedrich Wilhelm Schilling war für die Glocke verantwortlich.[2]

KontroverseBearbeiten

Einzelne Bewohner der Stadt Eichstätt äußerten sich kritisch.[3]

NachlassBearbeiten

Die gesamten Planunterlagen wurden dem Architekturmuseum der Technischen Universität München nachgelassen.[4]

KindergartenBearbeiten

Südlich der Kirche wurde in den Jahren von 2003 bis 2005 vom Diözesanbauamt Eichstätt unter Leitung von Diözesanbaumeister Karl Frey ein schlanker Gebäuderiegel zur Nutzung als Kindergarten errichtet. Bewusst wurde eine Gasse angelegt, die als Fuge zwischen Alt und Neu dient. Die Gruppenräume sind Richtung Süden mit direktem Zugang zum Freibereich angeordnet. Die Räume, die weniger Tageslicht benötigen sind zur Gasse hin gerichtet.[5] Gekonnt wird bei dem Neubau nicht dasselbe Baumaterial wie bei der bestehenden Kirche eingesetzt, sondern ein Holz-Massivbau aus industriellen Holzbauelementen mit einer aus unbehandelten Zedernholzbrettern Fassade, die ihre eigene Patina nach kurzer Zeit erhält.[6]

Mitarbeiter waren Robert Fürsich und der spätere Diözesanbaumeister Richard Breitenhuber.[7]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Heilige Familie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. German Post-War Modern. Abgerufen am 30. April 2021.
  2. Eichstätt, Pfarrkirche Hl. Familie. Abgerufen am 30. April 2021.
  3. Eichstätt: "Ein Raum von großer Einfachheit". Abgerufen am 30. April 2021.
  4. mediaTUM - Medien- und Publikationsserver. Abgerufen am 30. April 2021.
  5. Bistum Eichstätt: Kindergarten Hl. Familie. Abgerufen am 30. April 2021.
  6. Karl Frey. Abgerufen am 30. April 2021.
  7. Kindergarten der Pfarrei Heilige Familie - Architekturwerkstatt Breitenhuber + Hausmann. Abgerufen am 30. April 2021.

Koordinaten: 48° 53′ 7″ N, 11° 12′ 9,1″ O