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Hans Boldt (* 5. Dezember 1930 in Breslau) ist ein deutscher Staatsrechtler und Politikwissenschaftler.

Boldt wurde 1965 in Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg promoviert und habilitierte sich 1971 an der Universität Mannheim. 1977 war er Mitbegründer der Vereinigung für Verfassungsgeschichte. Von 1983 bis zu seiner Emeritierung 1996 war er Lehrstuhlinhaber für Politikwissenschaft an der Universität Düsseldorf.[1] Von 1992 bis 1993 war er dort Gründungsbeauftragter und einer der ersten Dozenten der juristischen Fakultät.[2]

Boldts Forschungsschwerpunkte sind die deutsche Verfassungsgeschichte, zu der er eine Einführung und ein zweibändiges Standardwerk verfasste, und das Regierungssystem der Bundesrepublik.

WerkeBearbeiten

  • Rechtsstaat und Ausnahmezustand. Eine Studie über den Belagerungszustand als Ausnahmezustand des bürgerlichen Rechtsstaates im 19. Jahrhundert. Duncker & Humblot, Berlin 1967 (= Schriften zur Verfassungsgeschichte, 6) (zugl. Diss., Univ. Heidelberg, 1965).
  • Deutsche Staatslehre im Vormärz. Droste, Düsseldorf 1975 (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, 56) (zugl. Habil., Univ. Mannheim, 1970).
  • Einführung in die Verfassungsgeschichte. Zwei Abhandlungen zu ihrer Methodik und Geschichte. Droste, Düsseldorf 1984. ISBN 3-7700-0909-6.
  • Deutsche Verfassungsgeschichte,
    • Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende des älteren deutschen Reiches 1806. dtv, München 1984. ISBN 3-423-04424-1
    • Bd. 2: Von 1806 bis zur Gegenwart. dtv, München 1984. ISBN 3-423-04425-X.
  • (Hrsg.): Reich und Länder. Texte zur deutschen Verfassungsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, dtv, München 1987. ISBN 3-423-04443-8.
  • Die Europäische Union. Geschichte, Struktur, Politik. BI-Taschenbuchverlag, Mannheim u. a. 1995. ISBN 3-411-10281-0.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Prof. Dr. Hans Boldt | Autorenprofil und Werke | beck-shop.de. In: www.beck-shop.de. Abgerufen am 30. November 2015.
  2. Universität Düsseldorf: Geschichte. In: www.jura.hhu.de. Abgerufen am 30. November 2015.