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Unter Handmehr versteht man eine Abstimmung, bei der die Mehrheit durch Handaufheben festgestellt wird. Dies war vor allem in den Kantonen der Schweiz üblich.[1] Im Kanton Basel-Landschaft war das Handmehr in geschlossener Versammlung bei Gemeindewahlen bis 1896 und bei Landratswahlen bis 1919 vorgeschrieben.[2]

Das Handmehr wurde inzwischen in vielen Fällen durch die Urnenwahl abgelöst. Dennoch ist gerade in der Schweiz das Handmehr bei Gemeindeversammlungen noch immer das übliche Verfahren. Auch in Vereinen ist das Handmehr das übliche Abstimmungsverfahren.

Um ein doppeltes Hochheben der Arme zu unterbinden, werden gerne farbige Stimmausweise verteilt, die dann hochgehalten und in der Folge gezählt werden.

Das Handmehr war lange Zeit das übliche Verfahren in der direkten Demokratie, hat aber mehrere, zum Teil gravierende Nachteile: So ist es keine geheime Abstimmung, es ist also möglich, seinen Sitznachbarn in seinem Stimmverhalten zu beeinflussen. Dazu kommt, dass das Verfahren anfälliger für Fehler wird, je grösser die Personengruppe ist, da die korrekte Auszählung umso schwieriger ist. Auch ist keine nachträgliche Kontrolle des Resultates möglich.

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