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Halli Galli / Tutti Frutti
Halli Galli.jpg
Daten zum Spiel
Autor Haim Shafir
Verlag Amigo
Erscheinungsjahr 1991, 1992
Art Kartenspiel
Mitspieler 2 bis 6
Dauer 5–10 Minuten
Alter ab 6 Jahren

Auszeichnungen

1991: à la carte Kartenspielpreis, Platz 3
2010: spiel gut

Halli Galli ist ein Mengenwahrnehmungsspiel für zwei bis acht Spieler. Es erschien 1991 beim Spieleverlag Amigo in Anlehnung an die abgebildeten Früchte unter dem Titel Tutti Frutti und wurde im Jahr darauf umbenannt. Bis Februar 2006 wurden zwei Millionen Spiele verkauft.[1]

Inhaltsverzeichnis

SpielverlaufBearbeiten

In der Mitte steht eine Glocke, die an die in Hotels übliche Rezeptionsglocke erinnert. Jeder Spieler hat vor sich einen anfangs gleich großen Talon, dessen Karten verdeckt sind. Auf den Karten sind in jeweils unterschiedlicher Anzahl (1–5) vier verschiedene Fruchtarten abgebildet: gelbe Bananen, rote Erdbeeren, grüne Limetten und lila Pflaumen. Die Spieler decken nacheinander im Uhrzeigersinn jeweils eine Karte mit dem Daumen nach innen auf den eigenen Ablagestapel auf. Dies wird so lange gemacht, bis genau fünf gleiche Früchte einer Sorte offen auf den Ablagestapeln liegen. Dabei ist es egal, ob die Früchte auf einer einzigen Karte zu sehen sind oder sich die Zahl fünf aus der Summe von Früchten auf verschiedenen Karten zusammensetzt. Mit jedem Spielzug verändert sich die Zahl der offen liegenden Früchte durch Auslegen einer neuen und das Verdecken der bisher oben liegenden Karte auf dem Ablagestapel. Sind in der Gesamtdraufsicht genau fünf gleiche Früchte einer Sorte zu sehen, versuchen alle Mitspieler die in der Mitte platzierte Glocke zu schlagen. Der Spieler, der zuerst klingelt, darf alle Ablagestapel an sich nehmen. Der Spieler dreht die gewonnenen Karten um und legt sie unter seinen Talon mit den umgedeckten Karten. Klingelt ein Spieler im Spiel mit mehreren Mitspielenden falsch, muss er allen Mitspielern eine seiner Karten vom Talon geben. Spielen nur noch zwei Spieler gegeneinander, gewinnt bei falschem Klingeln der andere Spieler die beiden Kartenstapel mit den aufgedeckten Karten. Der Spieler, dessen Talon vollständig aufgebraucht ist, scheidet aus. Gewonnen hat derjenige Spieler, der bei Spielende alle Karten seiner Mitspieler einsammeln durfte.

GeschichteBearbeiten

Halli Galli erschien zunächst 1991 angelehnt an die abgebildeten Früchte unter dem Titel Tutti Frutti. Um jedoch eine Namensverwechslung mit der zuvor begonnenen erotischen Spielshow Tutti Frutti bei RTL auszuschließen war und da man es mit einem Kinderspiel zu tun hatte, entschloss man sich im darauffolgenden Jahr zur Änderung. Inhaltlich sind beide Ausgaben nahezu gleich, lediglich die grünen Trauben wurden durch Limetten ersetzt. Seit 2010 erscheint die Halli-Galli-Reihe (Halli Galli, Halli Galli Extreme und Halli Galli Junior) mit einer überarbeiteten Grafik. Autor des Spiels ist Haim Shafir, der das Spiel für Kinder ab sechs Jahren empfiehlt. Eine Runde dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

VariantenBearbeiten

Neben dem Spiel für Kinder ab 4 Jahren Halli Galli Junior[2], bei dem bei zwei gleichfarbigen Clowns, jedoch nicht bei traurigen Clowns geklingelt werden muss, existiert seit 2005 eine neue Variante unter dem Namen Halli Galli Extreme[3]. Das Spielprinzip bleibt das Gleiche, doch sind neue Tierkarten (Elefant, Affe, Schwein) hinzugekommen. Nun sind nicht mehr fünf gleiche Früchte das Entscheidende um zu klingeln, die Mitspieler müssen nun nach zwei identischen Früchtekarten Ausschau halten. Wenn jedoch ein Elefant oder ein Affe aufgedeckt werden, muss ebenfalls die Klingel betätigt werden. Allerdings nur dann, wenn das betreffende Tier die Früchte auch essen mag. So mögen beispielsweise Elefanten keine Erdbeeren oder Affen keine Limonen. Beim Schwein als Allesfresser kann dagegen immer geklingelt werden.[4]

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1991 errang das Spiel unter dem Namen Tutti Frutti den dritten Platz beim À-la-carte-Kartenspielpreis.
  • Zudem trägt es die spiel gut-Auszeichnung des Arbeitsausschusses Kinderspiel und Spielzeug.
  • Da es auf spielerische Weise Fähigkeiten wie Konzentration, Ausdauer und soziale Kompetenz trainiert und wichtige Entwicklungen wie Hand-Augen-Koordination, Reaktionsvermögen sowie den Umgang mit Emotionen und Stress fördert und schult, wurde es in die Liste empfohlener Spiele der Initiative Spielen macht Schule aufgenommen.[5]

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten