Gunhild Carling

schwedische Sängerin und Multiinstrumentalistin
Gunhild Carling (2009)

Gunhild Carling (* 7. Mai 1975 in Göteborg) ist eine schwedische Sängerin und Multiinstrumentalistin (Trompete, Posaune, auch Mundharmonika, Oboe, Dudelsack, Blockflöte, Harfe, Kontrabass) des Mainstream Jazz.

Leben und WirkenBearbeiten

Carling ist in einer Musikerfamilie aufgewachsen; ihr Vater war der Jazzmusiker Hans Carling, die Mutter Geigerin und Banjospielerin; der Klarinettist und Zirkusartist Max Carling ist ihr Bruder. Seit ihrem siebten Lebensjahr spielte sie in ihrer Familienband The Carling Family, die sich dem Hot Jazz widmete, zahlreiche Konzerttourneen international unternahm, in Fernsehshows auftrat und ein Album veröffentlichte. Erst mit 20 Jahren lernte sie Notenlesen. 1998 spielte sie in der Fernsehserie När karusellerna sover in einer Nebenrolle mit; auch arrangierte sie mehrere Musiktitel für die Serie.[1]

Carling gründete eine eigene Swingband, mit der sie 2002 das Album That’s My Desire vorlegte.[2] Mit ihrer Bigband, in der auch Familienmitglieder mitspielten, veröffentlichte sie 2007 das Album Magic Swing!.[3] 2010 wurde sie einem breiteren Publikum in Schweden durch ihren Auftritt in der schwedischen TV-Mitsing-Show Allsång på Skansen bekannt. Im selben Jahr nutzte Sveriges Television sie als Jury-Mitglied in der Musikshow Dansbandskampen. Auch trat sie 2014–2015 als Promi-Tänzerin in Let’s Dance auf TV4 an (und belegte Platz 3).[1] Sie startete ein regelmäßiges Live-Programm auf YouTube.

Carling wirkte als Sängerin und Multi-Instrumentalistin in mehreren Adaptionen von Popsongs mit, die Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox interpretierten, darunter ihre Fassung von Never Going to Give You Up, eine Jazz-Swing-Version von Material Girl im Stil der 1920er Jahre, eine Retro-Jazz-Version von Europes The Final Countdown und ein Jazz-Cover von Pharrell WilliamsHappy. Zudem spielte sie mit Toots Thielemans sowie Papa Bue’s Viking Jazzband und erhielt Einladungen als Solistin beim Count Basie Orchestra, der Harlem Jazz & Blues Band und 2018 bei der WDR Big Band Köln.[4]

2013 trat sie mit ihrer Carling Big Band im Königspalast in Stockholm auf, um das Regierungsjubiläum von König Carl XVI. Gustaf zu feiern. 2016 wurde sie eingeladen, um zum 70. Geburtstag von Carl XVI. Gustaf beizutragen. Carlings Show kombiniert musikalische Überraschungen (so spielt sie auf drei Trompeten gleichzeitig) mit Humor und Charme. Als ihre musikalischen Vorbilder werden Duke Ellington, Louis Armstrong, Billie Holiday, Lester Young, Coleman Hawkins, Bix Beiderbecke, Harpo Marx, Claude Debussy und Maurice Ravel genannt.[5]

Preise und AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Gunhild Carling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Gunhild Carling in der Internet Movie Database (englisch)
  2. Gunhild Carling and Her Swing Band bei Discogs (englisch)
  3. Gunhild Carling Big Band bei Discogs (englisch)
  4. Dudelbox 2018 (WDR Big Band)
  5. Porträt (Jazztage Dresden 2018)
  6. DIG Jazz. In: www.digjazz.se. Abgerufen am 23. Juli 2018.
  7. Cookies op Trouw.nl. In: www.trouw.nl. Abgerufen am 23. Juli 2018 (niederländisch).
  8. Gunhild Carling SKAP Stipendium. Sveriges kompositörer och textförfattare, 2009, abgerufen am 23. Juli 2018 (schwedisch).
  9. Anita O'Day-pris till vocalletes. In: Ny News Desk. 14. Juli 2011, abgerufen am 23. Juli 2018 (schwedisch).
  10. Malmö Stads Glädjespridare. In: mikosallskapet.se. Abgerufen am 23. Juli 2018.
  11. Gunhild Carling får årets Thore Ehrling-stipendium. In: Fackförbundet för dig som jobbar med musik. Vi arbetar för att förbättra våra medlemmars upphovs- och arbetsrättsliga villkor. Musikerförbundet, abgerufen am 23. Juli 2018 (schwedisch).