Großsteingrab in der Hagenschen Wiek

mögliche megalithische Grabanlage der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur in der Hagenschen Wiek, einer Bucht vor der Gemeinde Mönchgut auf der Insel Rügen im Landkreis Vorpommern-Rügen (Mecklenburg-Vorpommern)

Das Großsteingrab in der Hagenschen Wiek war eine mögliche megalithische Grabanlage der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur in der Hagenschen Wiek, einer Bucht vor der Gemeinde Mönchgut auf der Insel Rügen im Landkreis Vorpommern-Rügen (Mecklenburg-Vorpommern).

Großsteingrab in der Hagenschen Wiek
Großsteingrab in der Hagenschen Wiek (Rügen)
Red pog.svg
Koordinaten 54° 19′ 31,8″ N, 13° 41′ 6,7″ O
Ort Hagensche Wiek vor Mönchgut OT Mariendorf, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Entstehung 3500 bis 2800 v. Chr.

ForschungsgeschichteBearbeiten

Das Grab wurde durch den Lehrer Fritz Worm entdeckt und seine Existenz erstmals 1908 von Alfred Haas bekannt bemacht. Später scheinen allerdings keine weiteren Untersuchungen seines Standorts durchgeführt worden zu sein. Der aktuelle Zustand der Anlage ist unklar. Ewald Schuldt und ihm folgend Hans-Jürgen Beier führen das Grab als ausgegangen.

LageBearbeiten

Das Grab befand sich nach Haas in der Hagenschen Wiek, etwa 120–150 m vor der Küste in einer Tiefe von 3–4 m. Sein Standort lag auf dem Schnittpunkt zweier Linien, von denen die erste „von der Mitte zwischen dem Mariendorfer Salzhaus und der höchsten Erhebung des Schafberges seewärt verläuft“, die andere von der „Westecke der Scheune des Bauern Karl Pisch“ zum „Fenster im Nebenhause des Bauern Jakob Looks“.[1]

BeschreibungBearbeiten

Nach Haas war von dem Grab bei klarem Wasser ein einzelner großer, abgeplatteter Deckstein erkennbar, der von einer steinernen Umfassung umgeben war. Die Anlage war vermutlich nord-südlich orientiert. Zu den Maßen liegen keine Angaben vor.

In der Nähe des Grabes wurde eine Steinaxt geborgen, die noch Reste eines Holzstiels aufwies.

LiteraturBearbeiten

  • Alfred Haas: Fund eines Steinhammers an der Westküste der Halbinsel Mönchgut. In: Monatsblätter der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde. Band 22, 1908, S. 177–180 (Online).
  • Alfred Haas: Die Halbinsel Mönchgut und ihre Bewohner. Burmeister, Stettin 1909, S. 9.
  • Alfred Haas: In: Mannus. Band 5, 1913, S. 243.
  • Hans-Jürgen Beier: Die megalithischen, submegalithischen und pseudomegalithischen Bauten sowie die Menhire zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 1. Wilkau-Haßlau 1991, S. 9.
  • Ewald Schuldt: Die mecklenburgischen Megalithgräber. Untersuchungen zu ihrer Architektur und Funktion. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1972, S. 121.
  • Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 2: Mecklenburg – Brandenburg – Pommern. Rudolf-Habelt Verlag, Bonn 1967, S. 74.
  • Emil Walter: Über Altertümer und Ausgrabungen in Pommern im Jahre 1908. In: Baltische Studien. Neue Folge. Band 13, 1909, S. 205 (Online).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alfred Haas: Fund eines Steinhammers an der Westküste der Halbinsel Mönchgut. In: Monatsblätter der Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde. Band 22, 1908, S. 178–179.