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Leben und SchaffenBearbeiten

Swift besuchte das Dulwich College in London, das Queens' College in Cambridge sowie die University of York und arbeitete danach als Lehrer.

Bekannt wurde er durch seinen preisgekrönten Roman Wasserland. Er schreibt Kurzgeschichten und Romane und zählt nach Ansicht verschiedener Kritiker, darunter der Feuilletonist Thomas David, zu den bedeutendsten Erzählern der britischen Gegenwartsliteratur. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Zentrales Thema seiner Bücher ist die Funktion der Erinnerung. Er entwickelt es anhand von Figuren aus der jüngeren englischen Geschichte durch Verknüpfung von persönlichen Schicksalen mit der Weltgeschichte. Besonderes Stilmittel ist dabei ist die achronologische Erzähltechnik und der Einsatz eines unzuverlässigen Erzählers.

Mehrere seiner Werke wurden in hochkarätiger Besetzung verfilmt: 1. sein Roman Shuttlecock 1991 durch Andrew Piddington mit Alan Bates, Lambert Wilson und Kenneth Haigh; 2. sein Roman Waterland 1992 mit Jeremy Irons (siehe Waterland); 2. der Roman Ever after 2001 von Fred Schepisi mit Michael Caine, Bob Hoskins und Helen Mirren.

Sein 2016 veröffentlichter Roman Mothering Sunday, der 2017 in der deutschen Übersetzung von Susanne Höbel unter dem Titel Ein Festtag erschien, wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt, auf Anhieb ein internationaler Bestseller und erhielt 2017 den renommierten Hawthornden-Preis.

Graham Swift lebt in London.[1][2]

AuszeichnungenBearbeiten

WerkeBearbeiten

  • The Sweet-shop owner. Novel, 1980
    • Ein ernstes Leben. Roman. Aus dem Englischen von Matthias Müller. Zsolnay, Wien 1986, ISBN 3-552-03827-2
  • Shuttlecock. Novel, 1981
    • Alias Federball. Roman. Aus dem Englischen von Maria Gridling. Zsolnay, Wien 1983, ISBN 3-552-03537-0
  • Learning to Swim. Short stories, 1982
    • Schwimmen lernen. Erzählungen. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Hanser, München 2006, ISBN 978-3-446-20769-1
  • Waterland. Novel, 1983
    • Wasserland. Roman. Aus dem Englischen von Franziska Reiter. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15846-9
  • Out of This World. Novel, 1988
  • Ever after. Novel, 1992
    • Von jenem Tage an. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-22248-5
  • Last orders. Novel, 1996
  • The Light of Day. Novel, 2003
    • Das helle Licht des Tages. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Hanser, München 2003, ISBN 3-446-20358-3
  • Tomorrow. Novel, 2007
  • Chemistry, short story, 2008
  • Making an Elephant: Writing from Within, 2009
    • Einen Elefanten basteln. Vom Leben im Schreiben. Aus dem Englischen von Susanne Höbel. dtv, München 2019, ISBN 978-3-423-28184-3
  • Wish you were here. Novel, 2011
  • England and Other Stories, 2015
    • England und andere Stories. Erzählungen. Aus dem Englischen von Susanne Höbel. dtv, München 2016, ISBN 978-3-423-28072-3
  • Mothering Sunday. A Romance, 2016

LiteraturBearbeiten

  • Catherine Bernard: Graham Swift : la parole chronique. Presses universitaires, Nancy 1991, ISBN 2-86480-554-5.
  • Heike Hartung: Die dezentrale Geschichte – Historisches Erzählen und literarische Geschichte(n) bei Peter Ackroyd, Graham Swift und Salman Rushdie. WVT, Trier 2002, ISBN 3-88476-454-3.
  • David Malcolm: Understanding Graham Swift. University Press, Columbia SC 2003, ISBN 1-57003-515-6.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Autorenprofil beim dtv, Abruf 29. Mai 2017.
  2. Rezensionsnotiz für den Geschichtenband England und andere Stories (2016) bei Perlentaucher, Abruf 29. Mai 2017.