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Der Google Assistant ist ein Intelligenter Persönlicher Assistent des US-amerikanischen Unternehmens Google für Android, Google Home, iOS und den Messenger Google Allo, der sowohl gesprochene als auch eingegebene natürliche Sprache empfängt und verarbeitet. Die Software ist der Nachfolger von Google Now.

Google Assistant

Logo
Basisdaten

Entwickler Google LLC (mehr)
Erscheinungsjahr 2016
Betriebssystem Android, iOS[1]
Programmiersprache C++
Kategorie Intelligenter Persönlicher Assistent
Lizenz proprietär
deutschsprachig ja
www.google.com

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Google Assistant wurde erstmals am 18. Mai 2016 auf der Google-Entwicklerkonferenz: Google I/O vorgestellt. Im deutschen Sprachraum konnte man auf den Google Assistant erstmals nur über den Umweg des am 21. September 2016 veröffentlichten Messenger-Diensts Google Allo zuerst in englischer Sprache, später auch in deutscher Sprache zugreifen. Die „echte“ Sprachassistenz, welche Google Now ablösen soll, wurde im Sommer 2017 in deutscher Sprache gestartet.[2] Als Neuerung sind seit Juli 2018 auch Smart Displays des Herstellers Lenovo verfügbar, die über Google Assistant über eine Sprachsteuerung verfügen.[3]

FunktionenBearbeiten

Im Gegensatz zum Vorgänger Google Now lernt der Assistant den Nutzer kennen, um anhand des Kontextes früherer Fragen weiterführende Fragen zu beantworten[4]. Auf Google-Pixel-Smartphones und ab 2. März 2017 mit Android 6.0 oder neuer (ab 1,4 GB Arbeitsspeicher und 1280 × 720 Pixeln Bildschirmauflösung)[5] kann der Assistant auch Einstellungen ändern oder Fragen in Bezug auf den Bildschirminhalt beantworten wie Google Now on Tap.[6]

Die Spracherkennung benötigte bis zum Jahre 2019 einen Speicherbedarf von rund 100 GB. Da Smartphones hierfür zu wenig Speicher enthalten, werden Sprachsignale über Funktnetze an Google-Server zur Auswertung und Beantwortung versendet. Ausgehend von Pixel 4-Smartphones nehmen diese Programme nur noch 0,5 GB ein, um lokal im Gerät Befehle zu erkennen - auch ohne Internetverbindung. Dadurch werden Sprachanweisungen deutlich schneller verarbeitet als mit manueller Eingabe.[7] Angesteuert werden Geräte in 38 Kategorien, darunter Boiler, Dunstabzugshauben, Duschen, Eingangstüren, Fenster, Fensterläden, Garagentore, Markisen, Mikrowellen, Pergolas, Schlösser, Sicherheitssysteme, Türen, Ventile, Vorhänge und Wasserkocher.[8]

DrittanbieterBearbeiten

 
HiFi-Lautsprecher Panasonic SC-GA10 mit integriertem Google Assistant[9]

Seit Dezember 2016 erlaubt Google Drittanbietern, über die Plattform Dialogflow (vorher API.ai) ihre Produkte oder Dienste in den Google Assistant zu integrieren.[10]

DatenschutzBearbeiten

Tausende Mitarbeiter in Vertragsunternehmen schreiben rund 0,2 % aller Audio-Aufnahmen des Sprach-Assistenten mit und werten sie aus - auch ohne Start durch "OK Google".[11]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Google Assistant im App Store. Abgerufen am 1. April 2018 (deutsch).
  2. Es geht los: Der Google Assistant kommt auf vielen Android-Smartphones in Deutschland an
  3. https://www.engadget.com/2018/07/26/lenovo-first-google-assistant-smart-display/ Lenovo bietet 1. Google Assistent Smart Display an
  4. Google Assistant: Google Now wird lernfähig. In: computerbild.de. Abgerufen am 23. Oktober 2016.
  5. Google Assistant auf dem Smartphone oder Tablet verwenden - Android-Gerät - Google Assistant-Hilfe. Abgerufen am 29. April 2018.
  6. Die Zukunft der Suche: Das kann der Google Assistant. In: t3n News. Abgerufen am 23. Oktober 2016.
  7. Bringing you the next-generation Google Assistant. Abgerufen am 8. Mai 2019.
  8. Smart Home Device Types. Abgerufen am 13. Mai 2019.
  9. Nico Jurran: Sprachassistenten: Gleich drei neue Lautsprecher mit Google Assistant, heise.de vom 30. August 2017, abgerufen am 30. August 2017
  10. Google Assistant: Entwickler können sich ab Anfang Dezember integrieren. In: ZDNet.de. 5. Oktober 2016, abgerufen am 23. Oktober 2016.
  11. Axel Kannenberg: Googles Sprachassistent: Mitarbeiter hören und bewerten Audioaufnahmen. In: heise.de. 11. Juli 2019, abgerufen am 11. Juli 2019.