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Gita Gopinath

Wirtschaftswissenschaftlerin
Gita Gopinath beim Indischen Weltwirtschaftsforum 2012.
Gita Gopinath beim Indischen Weltwirtschaftsforum 2012.

Gita Gopinath (* 8. Dezember 1971 in Mysore im Bundesstaat Karnataka in Indien[1]) ist eine indisch-amerikanische Ökonomin und seit Anfang 2019 Chefökonomin des Internationalen Währungsfonds.[2] Sie ist die erste Frau auf dieser Position.[3]

LebenBearbeiten

Gita Gopinath hat einen Bachelor-Abschluss vom Lady-Srhi-Ram-College sowie Master-Abschlüsse von der Delhi School of Economics und der University of Washington. 2001 wurde sie an der Princeton University in Volkswirtschaftslehre promoviert.[2] Zu ihren Betreuern gehörten Kenneth S. Rogoff und Ben Bernanke[1]. Von 2001 bis 2005 lehrte sie als Assistant Professor in Volkswirtschaftslehre an der University of Chicago.

2005 wechselte Gopinath an die Harvard University, wo sie 2010 Professor wurde und seit 2015 den "John Zwaanstra"-Lehrstuhl für Internationale Studien und Volkswirtschaftslehre bekleidet.[4] Zwischen 2016 und 2018 war sie offizielle Wirtschaftsberaterin der kommunistisch geführten Regierung im indischen Bundesstaat Kerala.[5] Am 1. Oktober 2018 gab der Internationale Währungsfonds (IWF) bekannt, dass sie Anfang 2019 Maurice Obstfeld als Chefvolkswirtin des IFW nachfolgen sollte.[6]

Gopinaths Vater ist Bauer und Manager[7]. Sie ist verheiratet mit Iqbal Singh Dhaliwal, der im "Abdul Latif Jameel Poverty Action Lab" in der Volkswirtschaftlichen Abteilung des Massachusetts Institute of Technology forscht.[8]

Sie hat sowohl die Staatsbürgerschaften der Vereinigte Staaten als auch die von Indien.[2]

ForschungBearbeiten

Gita Gopinath erforscht vor allem internationale Handelsbeziehungen sowie die Rolle von Zöllen und Währungen. Auch mit Währungskrisen in Schwellenländern hat sie sich befasst.[1]

Gemeinsam mit Jeremy Stein hat sie sich mit der Hegemonie des Dollars im internationalen Währungssystems befasst. Die beiden glauben, dass die Hegemonie auf Dauer angreifbar ist, falls die Vereinigten Staaten Anteile am Welt-Exportmarkt verlieren.[9]

AuszeichnungenBearbeiten

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Handbook of International Economics, Hrsg. zusammen mit Kenneth S. Rogoff und Elhanan Helpman, Band 4, Elsevier 2014, ISSN 1573-4404
  • Workbook for the Foundation of International Economics, zusammen mit Maurice Obstfeld und Kenneth S. Rogoff, MIT Press 1998.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Markus Diem Meier: Eine Expertin für künftige Krisen. In: Tages-Anzeiger. 10. März 2018, ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 9. März 2019]).
  2. a b c International Monetary Fund: Gita Gopinath - Biographical Information. 3. Januar 2019, abgerufen am 9. März 2019 (englisch).
  3. Gita Gopinath joins IMF as its first female Chief Economist. In: The Economic Times. 8. Januar 2019, abgerufen am 26. Juni 2019 (englisch).
  4. a b Gita Gopinath: Curriculum Vitae. Abgerufen am 9. März 2019.
  5. Nidheesh M.K: Gita Gopinath to resign as Kerala CM’s economic adviser. 3. Oktober 2018, abgerufen am 24. Juli 2019 (englisch).
  6. International Monetary Fund: Christine Lagarde Appoints Gita Gopinath as IMF Chief Economist. Abgerufen am 9. März 2019 (englisch).
  7. Mysuru elated as Gita Gopinath is IMF's chief economist. 2. Oktober 2018, abgerufen am 9. März 2019 (englisch).
  8. Harvard economist Gita Gopinath appointed chief economist at IMF. In: The Economic Times. 1. Oktober 2018 (indiatimes.com [abgerufen am 9. März 2019]).
  9. Gerald Braunberger: Kommentar: Der unbequeme Dollar. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 9. März 2019]).
  10. a b c Harvard University: Gita Gopinath. Abgerufen am 9. März 2019 (englisch).
  11. Financial Times: 25 Indians to watch. Abgerufen am 9. März 2019 (britisches Englisch).
  12. Generation Next -- Finance & Development, September 2014. Abgerufen am 9. März 2019.