Gert Tiedtke

deutscher Billardspieler
Gert Tiedtke
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Personalien
Geburtstag 17. November 1922
Geburtsort Duisburg
Nationalität DeutschlandDeutschland Deutschland
Aktive Zeit ca. 1965–1990
Erfolge
Wenn nicht anders ausgewiesen, beziehen
sich die Angaben auf die Disziplin „Dreiband“.
Bester ED: 1,000 (DM 1981 Velbert)
Bester GD: 0,770 (DM 1978 Gelsenkirchen)
Höchstserie (HS): 11 (DM 1978 Gelsenkirchen)
Weltmeisterschaften:
6. Platz (1983)
Kontinentale Meisterschaften:
6. Platz (1981)
Andere Turniere:
7 × Kunststoß-DM[1]
Verein(e)
  • Düsseldorfer Billardfreunde
  • Kölner Billardklub

Gert Tiedtke (* 17. November 1922 in Duisburg) ist ein deutscher Karambolagespieler und mehrfacher deutscher Meister im Kunststoß.[2]

LebenBearbeiten

Gert Tiedtke wurde in Duisburg als Sohn eines Deutschen und einer Holländerin geboren. Sein älterer Bruder ist der mehrfache Weltmeister August Tiedtke (1913–1972). Gert besuchte in seiner Geburtsstadt die Schule bis zur ersten Klasse, bevor die Familie in seinem ersten Schuljahr nach Arnheim (Niederlande) umzog.

Gert spielte damals, 17-jährig, für Vitesse Arnheim, in der holländischen Oberliga. Schon als kleiner Junge nahm er gern den Queue zur Hand, um seinem neun Jahre älteren Bruder August nachzueifern. So kam es, dass die beiden Brüder auch gemeinsame Trainingspartner wurden. August hatte bei dem holländischen Meister Jan Dommering gelernt und teilte sein Wissen mit Gert.

Zum Zweiten Weltkrieg einberufen, war Gert von 1941 bis 1945 Soldat und kehrte nach mehreren Verwundungen, u. a. mit einem Kieferdurchschuss, nach Düsseldorf zurück und zog 1951 nach Bendorf bei Koblenz. In Düsseldorf-Oberkassel kümmerte sich Gert zunächst um den Aufbau seines Bimsbaustoff-Betriebes, auch sein Vater hatte schon eine Baustoffhandlung, ehe er sich nach Bendorf zurückzog.

KarriereBearbeiten

1947 nahm er zum ersten Mal an der Deutschen Meisterschaft im Dreiband teil und wurde auf Anhieb Dritter. Zwischen 1947 und 1982 nahm er an vielen deutschen Meisterschaften im Dreiband teil. Während der ältere Tiedtke diesen Titel 17 Mal errang, kam der Jüngere auf immerhin 7 Titel, den Ersten 1978 in Gelsenkirchen. Mit den Düsseldorfer Billardfreunden und dem Kölner Billardklub wurde er mehrfach deutscher Pokalmeister und konnte sich 1968 in Madrid den sechsten Rang bei den europäischen Einzelmeisterschaften erspielen. Nach dem Tod seines Bruders 1972 machte Gert das Kunststoßen in der BRD populär. Zu Hause trainierte er die damals noch 76 Figuren (heute 100) und konnte 1975, vermittelt durch einen Freund, an den belgischen Kunststoß-Meisterschaften teilnehmen.

In Belgien qualifiziert, belegte er in Dortmund den fünften Platz bei den Europameisterschaften.

Bei einem Pokalturnier spielte Tiedtke seine persönliche Bestleistung von 321 Punkten. 1984 sicherte sich Tiedtke zum vierten Mal in Folge den Titel bei den deutschen Meisterschaften im Kunststoßen. Zuvor hatte er schon 1976 und 1977 gewonnen. Noch einmal, 1986, sollte er diesen Titel holen. Im selben Jahr war es auch, dass Tiedtke, bei der EM, den längsten protokollierten Stoßversuch verursachte. Gert setzte zum Stoß an und fuhr ins Tuch, die Reparatur dauerte 15 Minuten. Er setzt zum zweiten Versuch an, da fiel unerwartet das Licht aus und er fuhr erneut ins Tuch – nochmals 15 Minuten Reparatur. Beim dritten Versuch zersprang ihm dann der Elfenbeinball![3]

Den Titel im Dreiband sicherte sich Tiedtke 1978 in Schwelm, vor dem Altenessener Norbert Schmidt und dem Kölner Werner Hutmacher.

ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Spielerfolge auf Billard-Cafe-Schneider.de. Abgerufen am 5. September 2012.
  2. Gert Tiedtke im Munzinger-Archiv, abgerufen am 5. September 2012 (Artikelanfang frei abrufbar)
  3. Wussten sie über Billard schon, dass ... auf BSC-Girbelsrath.de. Abgerufen am 5. September 2012.
  4. Abschluss-Ranking Kunststoß-WM 1975 auf CIBA-Online.net. Abgerufen am 5. September 2012.
  5. Abschluss-Ranking Kunststoß-WM 1979 auf CIBA-Online.net. Abgerufen am 5. September 2012.
  6. Abschluss-Ranking Kunststoß-WM 1983 auf CIBA-Online.net. Abgerufen am 5. September 2012.
  7. Abschluss-Ranking Kunststoß-WM 1984 auf CIBA-Online.net. Abgerufen am 5. September 2012.
  8. Abschluss-Ranking Kunststoß-EM 1981 auf CIBA-Online.net. Abgerufen am 5. September 2012.
  9. Sieger Kunststoß-DM 1976–2013 auf CIBA-Online.net. Abgerufen am 5. September 2012.
  10. Deutsche Meister im Dreiband (Memento vom 2. August 2013 auf WebCite) auf Dreiband-München.de. Abgerufen am 5. September 2012.