Gerald Rimbach

Forscher

Gerald Rimbach (* 26. Dezember 1964 in Richelsdorf)[1] ist ein deutscher Ernährungswissenschaftler und Hochschullehrer.

LebenBearbeiten

Rimbach studierte bis 1990 Ernährungswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und promovierte 1993 bei Josef Pallauf mit einer Arbeit zum Thema „Zum Einfluß mikrobieller Phytase auf die Verwertung von Zink und weiteren Mineralstoffen bei der Ratte“.[2] Von 1995 bis 1998 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Gießen und daneben Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Fulda im Fachbereich Oecotrophologie. Nach seiner Habilitation 1998 erfolgte bis 2000 ein Forschungsaufenthalt am Institut für Molekular- und Zellbiologie an der University of California, Berkeley. Ab 2000 war Rimbach als Lecturer für Molekulare Ernährung an der University of Reading tätig. Seit 2003 ist er Professor für Lebensmittelwissenschaft an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.[3]

Gerald Rimbach ist Mitglied des Editorial Boards verschiedener Fachzeitschriften wie beispielsweise Genes and Nutrition und Biofactors.[4][5]

Wissenschaftliches WerkBearbeiten

Schwerpunkte von Gerald Rimbachs Forschung sind die Biofunktionalität von Lebensmittelinhaltstoffen, ApoE-Genotyp und zellulärer Stress, die Wirkung bioaktiver Pflanzeninhaltsstoffe auf Gesundheits- und Lebensspanne sowie Modellorganismen der Ernährungsforschung.

Mit zell- und molekularbiologischen Methoden untersucht er den Einfluss von sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen, Oxidantien und Antioxidantien auf die Gesundheit. So arbeitet er beispielsweise an dem Mechanismus der entzündungshemmenden Wirkung sekundärer Pflanzenstoffe in vitro und in vivo.

Anhand von Modellorganismen wie der Drosophila melanogaster oder am Mausmodell beschäftigt sich Rimbach mit Fragestellungen der experimentellen Altersforschung im Kontext von Ernährung und Gesundheit.[3]

Gemeinsam mit Frank Döring hat er den Begriff Nutri-informatics in die wissenschaftliche Fachliteratur eingeführt.[6]

PublikationenBearbeiten

Neben zahlreichen Fachpublikationen ist Rimbach Autor, Mitautor und Herausgeber mehrerer Fachbücher:

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jörg Hacker (Hrsg.): Jahrbuch 2012. Leopoldina (Reihe 3), Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8047-3208-7, S. 125 (PDF).
  2. Gerald Rimbach: Zum Einfluß mikrobieller Phytase auf die Verwertung von Zink und weiteren Mineralstoffen bei der Ratte. Dissertation, Universität Giessen. Shaker, Aachen 1993, ISBN 978-3-86111-608-0.
  3. a b Curriculum Vitae Prof. Dr. Gerald Rimbach. Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, abgerufen am 16. März 2021.
  4. Genes & Nutrition. Editorial Board. Springer Nature, abgerufen am 9. Mai 2021.
  5. BioFactors. Editorial Board. John Wiley & Sons, abgerufen am 9. Mai 2021.
  6. Döring, F., Rimbach, G.: (2014): Nutri-informatics: a new kid on the block? Genes and Nutrition May;9(3):394, doi:10.1007/s12263-014-0394-6, PMID 24619904.
  7. Lehrpreis der Fachschaft Agrarwissenschaften & Ökotrophologie der Universität Kiel. Einfach gute Lehre, 12. Dezember 2017, abgerufen am 9. Mai 2021.
  8. Henneberg-Lehmann-Preis. Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT), abgerufen am 16. März 2021.
  9. H. Wilhelm Schaumann Stiftung. Auszeichnung der besten Dissertationen. H. Wilhelm Schaumann Stiftung, abgerufen am 16. März 2021.