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Geschmückter Ganesha, mit Om-Schriftzeichen

Die Ganesh Chaturthi ist ein hinduistisches Fest, das rund um die Welt gefeiert wird, verehrt wird Ganesha.

Am letzten Tag versenkt man die Statuen

Ganeshas spezieller Tag, sein „Geburtstag“, ist Ganesh Chaturthi, das auf den vierten Tag des Hindu-Monats Bhadrapad (nach dem hinduistischen Mondkalender, meist September) fällt. Der Tag bildet den Auftakt einer Reihe von großen Herbstfesten, die im Oktober und November folgen. Viele Gläubige laden einen Priester in ihr Haus ein, damit er einen Gottesdienst, eine Ganesh Puja zelebriert.

Besondere Bedeutung hat Ganesh Chaturthi jedoch für die Menschen in manchen Gegenden Süd-Indiens und im Bundesstaat Maharashtra in Pune (früher Poona) und in der Metropole Mumbai (vorher Bombay). Für viele Hindus in anderen Gegenden Indiens bedeutet Ganesha nur eine untergeordnete Manifestation, hier dagegen ist er für die meisten die wichtigste Darstellung Gottes, die Hauptgottheit. Ganesh Chaturthi ist darum für sie der wichtigste Festtag des ganzen Jahres, nicht nur im religiösen Bereich, so wie in anderen Landesteilen, sondern auch ein großer sozialer Feiertag, an dem sich die Menschen gegenseitig besuchen und Glück wünschen.

In den Haushalten, auf öffentlichen Plätzen, in Universitäten und Schulen stellt man konsekrierte Statuen, sogenannte Murtis, auf. Manchmal ist es – vor allem im ländlichen Bereich – noch heute Aufgabe der Kinder, diese Figuren aus Tonerde mit den eigenen Händen herzustellen. Entweder eineinhalb, fünf, sieben, neun oder elf Tage lang bleiben die Statuen auf den Altären stehen und verkörpern das Höchste – täglich kommt ein Priester und zelebriert den Gottesdienst (Puja). Anschließend feiern die Menschen mit Gesang und Tanz, wobei moderne Musik ebenso aus den Lautsprechern tönt wie religiöse Gesänge. Im Osten von Indien ist es die Göttin Saraswati, die für Schulkinder, Studenten, Künstler sowie alle geistig Arbeitenden zuständig ist. In Maharashtra kommt dem Gott diese Rolle in seiner Form mit dem Elefantenkopf zu. Manchmal zeichnen Schüler selbst sein Bild auf die Tafel und beten ihn in dieser Weise an, die Jüngeren gehen an diesem Tag erstmals zur Schule. Am letzten Tag werden die Statuen unter Jubel verabschiedet, in fröhlichen Prozessionen zum Wasser getragen und versenkt.

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