Hauptmenü öffnen

Friedrich Bielitz

deutscher Verwaltungsjurist, Landrat in Ostpreußen

Friedrich Bielitz (* 18. September 1813 in Stallupönen, Ostpreußen; † 26. Januar 1877 in Königsberg i. Pr.) war ein deutscher Rittergutsbesitzer, Verwaltungsjurist und Abgeordneter in Preußen.[1]

LebenBearbeiten

Bielitz studierte an der Albertus-Universität Königsberg Rechtswissenschaft. Im Wintersemester 1832/32 wurde er in der Corpslandsmannschaft Littuania aktiv.[2] Die Regierung in Gumbinnen bestellte ihn als Regierungsreferendar 1841 kommissarisch und 1842 endgültig zum Landrat im Kreis Lötzen.[3] Im Juli 1851 empfing er Friedrich Wilhelm IV.[4] 1853 nahm er bei seinem Dienstherren ein Darlehen auf, um für den Kreis ein Haus mit Wohn- und Diensträumen des Landrats zu kaufen. Er tilgte es mit jährlich 225 Talern.[5] Kronprinz Friedrich Wilhelm besuchte Lötzen im Juni 1863.[4] Nach 33 Jahren wurde Bielitz am 30. April 1874 in den Ruhestand versetzt. Die Restschuld des Darlehens wurde ihm nach einigem Hin und Her „bis auf Weiteres“ erlassen.[5] Er zog nach Königsberg, wo er mit 63 Jahren starb.[3]

Bielitz besaß das Rittergut Bartlichshöfchen im Kreis Lötzen. Von 1852 bis 1855 war er für den Wahlkreis Gumbinnen 6 Mitglied der Zweiten Kammer des Preußischen Landtags bzw. des Preußischen Abgeordnetenhauses.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 5). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5, S. 62.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Walter Passauer: Corpstafel der Littuania zu Königsberg. Königsberg 1935.
  2. Kösener Korpslisten 1910, 140/85
  3. a b Landkreis Lötzen (territorial.de)
  4. a b Hotel Cesarski (Memento des Originals vom 4. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.cesarski.eu
  5. a b Patrick Wagner: Bauern, Junker und Beamte (2005)