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Franz Schroedter

deutscher Filmarchitekt, Firmenmanager, Filmregisseur und -produzent

Franz Friedrich Herbert Schroedter (* 9. Mai 1897 in Berlin; † 14. November 1968 in Hamburg) war ein deutscher Filmarchitekt, Filmfirmenmanager, Dokumentarfilmregisseur und -produzent.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Der Kaufmannssohn hatte nach dem Besuch des Luisengymnasiums in seiner Heimatstadt Berlin die Bau- und Kunstgewerbeschule besucht und stieß kurz nach dem Ende seiner Ausbildung 1919 als Assistent von Willi A. Herrmann zum Film (bei Die Geächteten). Bereits im Jahr darauf begann er selbständig Filmbauten zu entwerfen, zunächst durchgehend Dekorationen für zweitrangige Werke.

Seit 1925 kooperierte Franz Schroedter eng mit der Produktionsfirma des Regisseurs Carl Froelich. Es wurde eine Zusammenarbeit, die sich über drei Dutzend Inszenierungen erstreckte und bis Kriegsausbruch 1939 andauern sollte. Zu Beginn des Tonfilms entwarf Schroedter außerdem die Kulissen zu mehreren Arbeiten Richard Oswalds. Schroedter war einer der meistbeschäftigten, künstlerisch bis dahin jedoch nicht allzu sehr geforderten Szenenbildner des deutschen Films, als er 1940 von der Tobis zu zwei prestigeträchtigen Großproduktionen, Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies und Ohm Krüger, herangezogen wurde.

Im selben Jahr bestellte die Tobis-Leitung ihn zum Technischen Direktor der Firma. Schroedter beendete seine Architektenlaufbahn und rückte in den Vorstand auf. Bei Kriegsende 1945 war Schroedter zunächst beschäftigungslos, erst 1949 konnte er wieder als Filmarchitekt arbeiten. Bis 1953 widmete er sich erneut dem Entwurf von Filmbauten, danach arbeitete er vor allem als Geschäftsführer und Kommanditist der eigenen Firma ‘Franz Schroedter Studios’, die sich auf die Herstellung von (meist kurzen) Dokumentarfilmen konzentrierte. Bei diesen Werken zeichnete Franz Schroedter auch als Regisseur verantwortlich.

Der nach dem Krieg in Hamburg-Nienstedten lebende Schroedter war seit den 20er Jahren mit dem deutsch-spanischen Stummfilmstar Esther Carena verheiratet.

FilmografieBearbeiten

Architekt (Auswahl)Bearbeiten

Dokumentarfilme als Produzent und RegisseurBearbeiten

  • 1953: Aus eigener Kraft
  • 1957: Straßen der Vernunft (Kurzfilm)
  • 1958: Heute für Morgen (Kurzfilm)
  • 1960: Landwirtschaftlicher gehilfe gesucht (Kurzfilm)
  • 1964: Theatrum Machinarum oder Die neue Maschinenkunst (Kurzfilm)
  • 1966: Auf den Punkt genau (Kurzfilm)

LiteraturBearbeiten

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 7: R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 180 f.

WeblinksBearbeiten