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Blumenmotiv im Audienzsaal des Shah-Jahan-Diwan, Indien 1638
Antonius im Klostergarten. Tapisserie de Guigone de Salins, Bourgogne 15. Jhdt.

Als florale Motive bezeichnet die Bildende Kunst Vorwürfe und Themen, in denen Pflanzen und deren Details das Hauptmotiv bilden.

Malerei und GrafikBearbeiten

In der Malerei und der Grafik sind die häufigsten Motive Blumen, Blüten sowie Ranken, auf Gemälden auch Äste und von Naturgewalten betroffene Bäume oder Gewächse.

Die religiöse Malerei benutzt auch Allegorien oder Darstellungen von Klostergärten (z. B. mit Maria) und des Paradieses. Spezielle Blumen dienen als Symbole, z. B. die Lilie für die Keuschheit bzw. die Jungfräulichkeit, die Rose für die Liebe und die Dornen für Blut und Leid.

Andere KunstzweigeBearbeiten

Die Fotografie weitet die Thematik auch auf viele Details aus, etwa Knospen und Wurzeln, während in der Bildhauerei florale Motive nur selten vorkommen. Eine Ausnahme sind die Bildhauer und Schnitzer der Gotik: sie umrahmten viele Altäre und biblische Szenen mit Astwerk und andere Kunstwerke mit Blattwerk.

 
architektonisches Blattwerkfries

In den Motiven des Kunstgewerbes überwiegen Blumen, Blätter und Gräser sowie aus Ranken zusammengesetzte Friese. Letztere gibt es auch in der Architektur, beispielsweise als Anthemion oder als Blattwerkfries. Desgleichen tragen die Kapitelle von Säulen oft Pflanzenschmuck.

Quellen und WeblinksBearbeiten

  • José Pijoan (Hrsg.): Die Kunstgeschichte der Welt. ARTE Band 3, Grammont-Verlag, Lausanne 1979
  • Der neue Brockhaus, 3. Auflage (v. a. Band III zu Malerei), Wiesbaden 1960
  • Malte Jaeger: Florale Motive in serieller Umsetzung des Hochdrucks. Gien-Verlag 2009 online